Testspiel 2013 RBL FC Grimma: Unterschied zwischen den Versionen

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Ohne die sich im Urlaub befindlichen Evers, Wagner, Tröger, Jackisch, Vogel, Hausmann sowie den angeschlagenen Rückert und den sich langsam im Aufbautraining befindlichen Streubel waren die Gastgeber schon vor dem Spiel stark gehandicapt. Dadurch wurden die A-Junioren Kaiser, Schwarz, Illigner, Müller, Neudel und Niederberger in den Kader berufen, die sich prompt bereit erklärten der Mannschaft in dieser prekären Personalsituation zu helfen. Dafür gilt den jungen Sportfreunden absoluter Respekt. Doch geriet die Begegnung erwartungsgemäß zum Kampf David gegen Goliath. Den Gästen aus Leipzig war die strapaziöse erste Trainingswoche kaum anzumerken, so sprühten förmlich vor Energie und Spielfreude. Die Gastgeber wurden frühzeitig extrem in die Defensive gedrängt – RB Leipzig brannte bereits in der Anfangsphase ein richtiges Feuerwerk ab. Schon nach drei Minuten ging der Gast in Führung. Nach einem langem Abschlag von Schlussmann Domaschke, der den etatmäßigen Torhüter Coltorti ersetzte, profitierte Morys von einen Stockfehler Mörtlbauers und ließ Schülert aus Nahdistanz keine Abwehrmöglichkeit – 0:1 (3.). Bereits Sequenzen später hätte Torjäger Frahn gleich nachlegen können, doch zischte dessen Schuss knapp über den Querbalken (4.). Besser machte er es nach zehn Minuten als er eine Flanke von Judt per Kopf zum 0:2 in den Kasten einnickte (10.). Auch danach blieben die Roten Bullen weiter hoch konzentriert und zogen ihr Kurzpass-Spiel mustergültig auf. Glänzend rettete Schülert, der sein letztes Spiel im Grimmaer Tor bestritt, als abermals Frahn völlig frei vor ihm auftauchte (15.). Die Gastgeber konnten sich vom Druck der Messestädter kaum befreien, eigene Offensivaktionen blieben höchst selten. Heusel hatte eine recht gute Möglichkeit als nach einem Einwurf des wiedergenesenen Knoof die Kugel in seine Richtung verlängert wurde, jedoch Domaschke das Streitobjekt über das Tor lenken konnte (21.). Dagegen zog RB seine Angriffsmaschinerie weiter auf. Für das 0:3 sorgte Neuzugang Thomalla (TSG Hoffenheim), der einen schnellen Angriff durch das Zentrum mustergültig abschloss (26.). Dabei hätte der Grimmaer Rückstand vor der Pause jedoch noch anwachsen können. Zunächst rettete Schülert sensationell nach einem Frahn-Kopfball (33.), anschließend zielten Heidinger und Frahn knapp vorbei (34., 36.). Wenig später zeigte Schülert nochmals seine Klasse als Röttger ihn mit einem Heber überwinden wollte (39.).
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Auch im zweiten Durchgang dasselbe Bild. RasenBallsport, fast mit einer komplett neuen Mannschaft in den zweiten 45 Minuten agierend, blieb drückend überlegen, für die Gastgeber ging es einzig und allein um Schadensbegrenzung. Verzog Kammlott zunächst noch (48.), verwertete Neuzugang Luge (FSV Zwickau) eine flache Müller-Eingabe aus Nahdistanz – 0:4 (50.). Auch in der Folgezeit kannte RB keine Gnade, die Gastgeber waren weiterhin ausschließlich mit Defensivaufgaben beschäftigt. Gelang man einmal an die Kugel, wurde er Sekunden später wieder abgegeben. Flatterte ein Schuss von Thomalla abermals über den Kasten (53.), wurde es in der Folgezeit für die Einheimischen ein Kampf gegen die Uhr. Sehenswert nagelte Kammlott die Kugel zum 0:5 unter die Latte (57.), beim halben Dutzend blieb Schülert nach einem abgefälschten Schuss von Schulz chancenlos (69.). Die Gastgeber waren mit den Kräften völlig am Ende, RB zeigte sich weiter in Torlaune. Den siebenten Treffer steuerte abermals Kammlott aus Nahdistanz bei (73.), zwei Minuten später erhöhte Thomalla mit einem Distanzschuss auf 0:8 (75.). Dabei beließen es die Gäste glücklicherweise, obwohl Kammlott (79.), Schulz (80.) sowie Thomalla (83.) und Kammlott (85.) weitere sehr gute Möglichkeiten ungenutzt ließen.
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Doch wie schon erwähnt, trotz dieser deutlichen Niederlage stand das Ergebnis absolut nicht im Vordergrund. Zu prekär war die Situation im Grimmaer Lager einfach in letzter Zeit, der Fußball in dieser Zeit spielte eine sehr untergeordnete Rolle. Für die Gastgeber war es indes ein unvergesslicher Tag, wobei den Gästen aus Leipzig nochmal ein ausdrückliches und herzliches Dankeschön zu übermitteln ist.
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| Autor      = FC Grimma / Tom Rietzschel
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| Datum      = 23.06.2013
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| Link        = http://www.fc-grimma.de/verein/1-manschaft/spielberichte/index.php
 
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[[Kategorie: Testspiel 2013/14 I. Herren]]

Aktuelle Version vom 27. Juni 2013, 13:09 Uhr


Spieldaten
Zeit: Sa., 22.06.2013
Saison: 2013/2014
Wettbewerb: Testspiel
Ansetzung: FCG - RBL
Schiedsrichter: Enrico Jahn
Spielort: Grimma,
Stadion der Freunschaft
Zuschauer: 1.250
Tore: 0:1 Morys (03.)
0:2 Frahn (10.)
0:3 Thomalla (26.)
0:4 Luge (51.)
0:5 Kammlott (56.)
0:6 Schulz (70.)
0:7 Kammlott (72.)
0:8 Thomalla (73.)
Links: Vorbericht
Bericht RBL
Bericht FCG
Bericht rb-fans.de
nächster Test
Torschützenliste
1. Platz Carsten Kammlott 2
Denis Thomalla 2
2. Platz Daniel Frahn 1
André Luge 1
Matthias Morys 1
Bastian Schulz 1

Aufstellung des RB Leipzig:

1. Halbzeit

  • Mannschaft
test Tor: Domaschke
test Abwehr: Heidinger, Sebastian, Franke, Judt verletzt
test Mittelfeld: KaiserRöttger, FandrichThomalla
test Sturm: MorysFrahn Kapitän der Mannschaft


Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben


2. Halbzeit

  • Mannschaft
test Tor: Bellot
test Abwehr: Müller Kapitän der Mannschaft, Hoheneder, Franke, Judt
test Mittelfeld: Luge, Schulz, Ernst, Fandrich
test Sturm: Thomalla, Kammlott

Aufstellung des FC Grimma:

  • Mannschaft
test Tor: Schülert
test Abwehr: Kaiser (80. Niederberger), Mörtlbauer (46. Weber), Großmann, Knoof (57. Illigner)
test Mittelfeld: Möbius, Kunert (70. Müller) – Brand, Schwarz, Kurzbach
test Sturm: Heusel (64. Ruppelt)


Spielbericht

TORREICHER TESTAUFTAKT! DIE ROTEN BULLEN GEWINNEN MIT 8:0 BEIM FC GRIMMA

Denis Thomalla und André Luge feierten ihr Bullen-Debüt. Nicht im Testspielkader standen Fabio Coltorti und Thiago Rockenbach, die nach ihrem geplanten Sonderurlaub individuell trainierten, sowie Tobias Willers (Aufbautraining nach Meniskusoperation) und Anthony Jung (Muskelverhärtung im linken Oberschenkel).

Morys, Frahn und Thomalla treffen in Halbzeit eins

Die Begegnung begann aufgrund des großen Zuschauerinteresses zehn Minuten später. Unsere Mannschaft war sofort im Spiel und agierte sehr ansehnlich. Schon nach drei Minuten verwertete Matthias Morys einen langen Abschlag aus 16 Metern zum 1:0 und markierte damit das erste „Saisontor“ der neuen Spielzeit (3.).

Nur sieben Minuten später köpfte Daniel Frahn nach guter Juri-Judt-Flanke das 2:0 (10.). Unsere Elf drückte Grimma weiter tief in die eigene Hälfte und ließ die Gastgeber kaum über die Mittelinie.

Aber mit der ersten Offensivaktion zwang der Grimmaer René Heusel unseren Schlussmann Erik Domaschke per Fallrückzieher gleich zu einer Glanztat (22.). Auf der Gegenseite traf Bullen-Neuzugang Denis Thomalla in der 26. Minute nach herrlichem Frahn-Zuspiel mit einem satten Schuss aus kurzer Distanz zum 3:0 und erzielte in seinem ersten RBL-Spiel gleich seinen ersten Treffer (26.).

Daniel Frahn hatte vor der Pause noch zwei weitere Tore auf dem Fuß scheiterte aber mit seinem Kopfball an FCG-Torwart Marcel Schülert (35.) und setzte einen Volleyschuss zwei Minuten später knapp daneben (37.). Auch Timo Röttgers Lupfer parierte Schülert glänzend (40.).

Sieben Wechsel zur Pause / Luge, Kammlott (2), Schulz und Thomalla netzen

In der Pause wechselte Alexander Zorniger sieben frische Spieler ein. Fabian Franke, Juri Judt, Clemens Fandrich und Denis Thomalla blieben auf dem Spielfeld. Unsere Mannschaft übernahm auch nach dem Seitenwechsel sofort wieder das Kommando.

Zunächst verzog Carsten Kammlott knapp (49.), aber nach 51. Minuten vollendete André Luge ein Zucker-Anspiel von Christian Müller zum 4:0. Damit war auch der zweite RBL-Neuzugang, der zum Testauftakt auflief, erfolgreich.

Das fünfte Tor packte Kammlott drauf, der gedankenschnell im Strafraum mit einem trockenen Schuss abschloss (56.). Bastian Schulz machte schließlich zwanzig Minuten vor dem Abpfiff mit einem abgefälschten Schuss das halbe Dutzend voll (70.).

Juri Judt verletzte sich in der Schlussviertelstunde (76.), sodass wir die Partie mit zehn Akteuren beendeten.

Dennoch blieben die Leipziger Bullen in Torlaune – Kammlott (72.) und Thomalla (73.) schnürten jeweils einen Doppelpack und erhöhten auf 7:0 bzw. 8:0. Die beiden Stürmer harmonierten prächtig und hätten mit guten Chancen sogar ihr jeweils drittes Tor nachlegen können (83., 85.). Grimma hatte durch zwei Konter noch die Möglichkeit zum Ehrentreffer, konnte Benny Bellot aber nicht überwinden.

Bullen-Trainer Alexander Zorniger:
„Meine Jungs haben die Tore super herausgespielt und sich alle prima präsentiert. Das war eine sehr gute Leistung - vor allem nach der intensiven ersten Trainingswoche.

Denis Thomalla und André Luge feierten ein gutes Debüt. Denis war in Halbzeit eins auf der Zehner-Position noch etwas zu passiv, hat als Stürmer in Halbzeit zwei die Bälle dann aber klasse verarbeitet und war ein Aktivposten.

André hat seine Spielfreude und seinen Torriecher gezeigt. Dafür das die Spieler vorher noch nie gemeinsam aufgelaufen sind, war es ein richtig gutes Zusammenspiel."

© RB Leipzig

22.06.2013
zur Originalquelle



RB Leipzig machte richtig ernst, doch Ergebnis völlig nebensächlich

Tausend Dank an Drittliga-Aufsteiger RasenBallsport Leipzig. Nach der dramatischen Hochwasserkatastrophe in Grimma, wovon auch Sachsenligist FC Grimma sehr stark betroffen wurde, sagten die Roten Bullen spontan für ein Benefizspiel zu und halfen den extrem gebeutelten Muldestädtern richtig auf die Beine. Für die Grimmaer war es indes der letzte Auftritt vor der Sommerpause, RB Leipzig bereitet sich dagegen seit Anfang der Woche auf die neue Drittliga-Saison vor. Vor sehr guter Kulisse war das Ergebnis rein nebensächlich, es ging einzig und allein um den guten Zweck. Das Resultat war indes mehr als standesgemäß. RB Leipzig machte richtig ernst und schoss gegen einen stark ersatzgeschwächten FC Grimma einen klaren 8:0 (3:0)-Erfolg heraus. Doch wie schon erwähnt, das Resultat spielte nur eine sehr untergeordnete Rolle. Ohne die sich im Urlaub befindlichen Evers, Wagner, Tröger, Jackisch, Vogel, Hausmann sowie den angeschlagenen Rückert und den sich langsam im Aufbautraining befindlichen Streubel waren die Gastgeber schon vor dem Spiel stark gehandicapt. Dadurch wurden die A-Junioren Kaiser, Schwarz, Illigner, Müller, Neudel und Niederberger in den Kader berufen, die sich prompt bereit erklärten der Mannschaft in dieser prekären Personalsituation zu helfen. Dafür gilt den jungen Sportfreunden absoluter Respekt. Doch geriet die Begegnung erwartungsgemäß zum Kampf David gegen Goliath. Den Gästen aus Leipzig war die strapaziöse erste Trainingswoche kaum anzumerken, so sprühten förmlich vor Energie und Spielfreude. Die Gastgeber wurden frühzeitig extrem in die Defensive gedrängt – RB Leipzig brannte bereits in der Anfangsphase ein richtiges Feuerwerk ab. Schon nach drei Minuten ging der Gast in Führung. Nach einem langem Abschlag von Schlussmann Domaschke, der den etatmäßigen Torhüter Coltorti ersetzte, profitierte Morys von einen Stockfehler Mörtlbauers und ließ Schülert aus Nahdistanz keine Abwehrmöglichkeit – 0:1 (3.). Bereits Sequenzen später hätte Torjäger Frahn gleich nachlegen können, doch zischte dessen Schuss knapp über den Querbalken (4.). Besser machte er es nach zehn Minuten als er eine Flanke von Judt per Kopf zum 0:2 in den Kasten einnickte (10.). Auch danach blieben die Roten Bullen weiter hoch konzentriert und zogen ihr Kurzpass-Spiel mustergültig auf. Glänzend rettete Schülert, der sein letztes Spiel im Grimmaer Tor bestritt, als abermals Frahn völlig frei vor ihm auftauchte (15.). Die Gastgeber konnten sich vom Druck der Messestädter kaum befreien, eigene Offensivaktionen blieben höchst selten. Heusel hatte eine recht gute Möglichkeit als nach einem Einwurf des wiedergenesenen Knoof die Kugel in seine Richtung verlängert wurde, jedoch Domaschke das Streitobjekt über das Tor lenken konnte (21.). Dagegen zog RB seine Angriffsmaschinerie weiter auf. Für das 0:3 sorgte Neuzugang Thomalla (TSG Hoffenheim), der einen schnellen Angriff durch das Zentrum mustergültig abschloss (26.). Dabei hätte der Grimmaer Rückstand vor der Pause jedoch noch anwachsen können. Zunächst rettete Schülert sensationell nach einem Frahn-Kopfball (33.), anschließend zielten Heidinger und Frahn knapp vorbei (34., 36.). Wenig später zeigte Schülert nochmals seine Klasse als Röttger ihn mit einem Heber überwinden wollte (39.).

Auch im zweiten Durchgang dasselbe Bild. RasenBallsport, fast mit einer komplett neuen Mannschaft in den zweiten 45 Minuten agierend, blieb drückend überlegen, für die Gastgeber ging es einzig und allein um Schadensbegrenzung. Verzog Kammlott zunächst noch (48.), verwertete Neuzugang Luge (FSV Zwickau) eine flache Müller-Eingabe aus Nahdistanz – 0:4 (50.). Auch in der Folgezeit kannte RB keine Gnade, die Gastgeber waren weiterhin ausschließlich mit Defensivaufgaben beschäftigt. Gelang man einmal an die Kugel, wurde er Sekunden später wieder abgegeben. Flatterte ein Schuss von Thomalla abermals über den Kasten (53.), wurde es in der Folgezeit für die Einheimischen ein Kampf gegen die Uhr. Sehenswert nagelte Kammlott die Kugel zum 0:5 unter die Latte (57.), beim halben Dutzend blieb Schülert nach einem abgefälschten Schuss von Schulz chancenlos (69.). Die Gastgeber waren mit den Kräften völlig am Ende, RB zeigte sich weiter in Torlaune. Den siebenten Treffer steuerte abermals Kammlott aus Nahdistanz bei (73.), zwei Minuten später erhöhte Thomalla mit einem Distanzschuss auf 0:8 (75.). Dabei beließen es die Gäste glücklicherweise, obwohl Kammlott (79.), Schulz (80.) sowie Thomalla (83.) und Kammlott (85.) weitere sehr gute Möglichkeiten ungenutzt ließen.

Doch wie schon erwähnt, trotz dieser deutlichen Niederlage stand das Ergebnis absolut nicht im Vordergrund. Zu prekär war die Situation im Grimmaer Lager einfach in letzter Zeit, der Fußball in dieser Zeit spielte eine sehr untergeordnete Rolle. Für die Gastgeber war es indes ein unvergesslicher Tag, wobei den Gästen aus Leipzig nochmal ein ausdrückliches und herzliches Dankeschön zu übermitteln ist.

© FC Grimma / Tom Rietzschel

23.06.2013
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