Saisonfazit II. Herren 2011/2012

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Saisonfazit

Winterspezial zur ersten Halbserie

Versetzungsgefährdet?

Beim Blick auf die Tabelle wird man diese Frage mit einem "Ja" beantworten müssen.

Nachdem unsere U23 in der letzten Saison den Aufstieg von der Bezirksliga in die Landesliga erreichte und man die Mannschaft vor Saisonbeginn neu zusammenstellte, wurde die Hoffnung genährt, dass man auch in der kommenden Meisterschaftsrunde zumindest ein Wörtchen bei der Vergabe um die Aufstiegsplätze mitsprechen würde. So blieben aus dem Aufstiegsteam nur wenige Spieler übrig, die den Weg in die nächst höhere Spielklasse mitgehen konnten, wollten oder durften. Zudem gab es auf der Trainerposition einen Wechsel.

Tino Vogel wurde neuer Trainer der U23 und David Bergner (führte das Team zur Bezirksmeisterschaft) arbeitete fortan als Co-Trainer, dazu kamen Neuzugänge, die sich zum Großteil aus Spielern vom insolventen FC Sachsen kommend RB anschlossen. Die Vorbereitung auf die neue Saison verlief auch vielversprechend. So gab es in den zahlreichen Testspielen nur eine Niederlage (Wolfen) und viele Siege, auch gegen höherklassige Gegner, wie Aue II und Erfurt II.

Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Saison schienen geschaffen und fanden, mit einem 3:1 Sieg im ersten Meisterschaftsspiel gegen die Kickers aus Markkleeberg, weitere Nahrung. Bereits am zweiten Spieltag setzte es mit einer 5:3 Niederlage den ersten Dämpfer, zugegebenermaßen gegen eine ganz starke und junge Mannschaft aus Kamenz, die sicher auch noch gegen andere Teams punkten sollte und wird. Nach diesem Spiel war man geneigt, diese Niederlage als einmaligen Ausrutscher zu den Akten zu legen. Leider sollte sich diese Meinung im Laufe der Hinrunde als falsch erweisen, denn auch in den nächsten beiden Spiele zuhause gegen Heidenau und Görlitz erreichten unsere Jungbullen nur ein Unentschieden. Erst im Spiel gegen Radebeul am heimischen Cottaweg gab es endlich wieder einen Dreier (4:1) und der wohlwollende Fan glaubte noch: "jetzt geht’s los" und RB startet nun eine Serie oder ist zumindest für die schweren Aufgaben gegen den Primus Markranstädt und die überraschend stark aufspielende SG Leipzig Leutzsch gerüstet. Irrtum! Gegen beide Teams kassierte man Niederlagen und in Eilenburg wurde beim 0:0 auch nur ein Punkt geholt.

Da schien der nächste Gegner gerade recht zu kommen. Die damals kurz vor der Auflösung stehende Truppe von Merkur Oelsnitz wurde mit 10:0 "bezwungen". Allerdings muss man hier wohl feststellen, dass dieser Sieg wohl ohne großen Aussagewert war. Aus den bekannten Gründen waren die Gäste aus dem Vogtland kein echter Gradmesser. Es folgte eine 0:2 Niederlage bei der zweiten Mannschaft von Plauen, die auch durch den anschließenden 2:1 Erfolg zuhause gegen Grimma nicht befriedigen konnte. Im Gegenteil, wenn man weiß, dass dieser Sieg relativ glücklich war. Im Laufe der Saison zeichnete sich immer mehr ab, dass wir zu viele Chancen benötigen um zum Torerfolg zu kommen und dass unsere Abwehr doch recht oft von Unsicherheit geprägt war. Es wurden zu viele Fehler gemacht. Die Spieler sind teilweise zu langsam, was, vom Gegner einmal erkannt, auch rigoros ausgenutzt wird.

Auch die nächsten Spiele gegen Hohenstein und Bischofswerda enttäuschte unser Team und konnte nur einen Punkt auf der Habenseite verbuchen. Dies war aber beileibe noch nicht der Tiefpunkt, der folgte dann in den nächsten beiden Partien. So mussten wir aus Neugersdorf mit 0:3 und null Punkten die Heimreise antreten, um in der kommenden Woche im Derby gegen die BSG ebenfalls deutlich mit 0:2 auf dem Platz des SSV Markranstädt eine verdiente und gerechte Niederlage zu kassieren. Im ersten Spiel der Rückrunde bei den Sportfreunden von Kickers Markkleeberg gelang wieder kein Sieg. Trotz spielerischer Überlegenheit reichte es am Ende nur zu einem glücklichen Unentschieden, da uns der Ausgleich erst in der Nachspielzeit gelang. RB hat in den gespielten 16 Begegnungen nur viermal das Spielfeld als Sieger verlassen und musste siebenmal dem Gegner die Punkte überlassen, bei fünf Unentschieden ist dies eine völlig inakzeptable Bilanz. Leider hat unsere Mannschaft in der Hinrunde keine Werbung für den Fußball gemacht. Ich denke, dass unter anderem im Mittelfeld einer fehlt, der die Truppe führt, einer wie Daniel Rosin, der sich für nichts zu schade ist - ein Kämpfer, ein Vorbild. Ich kann keinen Spieler benennen, der über die gesamte erste Halbserie mit "gut" zu benoten wäre. Einzig M. Hübner kann ich eine ordentliche Serie und Weiterentwicklung bestätigen.

Über die Gründe für das schlechte Abschneiden der ersten Halbserie kann man nur spekulieren und das mag ich nicht. Hier sollten Spieler und Trainer Stellung beziehen. Für die Spiele der Rückrunde erwarte ich eine deutliche Steigerung aller Beteiligten, gezielte Verstärkungen sowie einen unbedingten Willen die Spiele siegreich zu gestallten.


Ulrich Beyer
23.01.2012

Der Hinrunden-Rückblick der Jungbullen

U23 liegt nur auf Platz zwölf. / Unerwartete Auswärtsschwäche. / Enge Tabellenabstände machen für die Rückrunde jedoch einiges möglich.


Landesliga Sachsen
16 Spiele | 4 Siege | 5 Unentschieden | 7 Niederlagen
29:27 Tore | 17 Punkte
Platz 12

Nach dem Aufstieg in die Landesliga Sachsen wollte unsere U23 auch in der neuen Spielklasse sofort um die Spitzenplätze mitspielen. Tino Vogel (zuvor U19-Coach) übernahm den Cheftrainerposten, David Bergner (Co-Trainer), Uli Jentzsch (Teamleiter) und Corina Baum (Physiotherapeutin) vervollständigen das Trainer- bzw. Betreuerteam.

Die Vorbereitung sowie das Sommer-Trainingslager, unter anderem mit einem überzeugenden 4:0-Sieg gegen Oberligist VfL Halle, verliefen positiv und machten Hoffnung auf eine erfolgreiche Saison. Die Mannschaft unterstrich ihre Ambitionen mit einem 3:1-Auftaktsieg gegen Kickers Markkleeberg. Doch schon am 2. Spieltag setzte es in Kamenz mit 3:5 die erste Niederlage und mit acht Punkten aus den ersten sechs Spielen gestaltete sich der Saisonstart eher durchwachsen.

Nach dem zweiten Saisonsieg gegen Radebeul (4:1) kassierten unsere Jungs im nächsten Spiel direkt die zweite Niederlage im Top-Spiel gegen den Ligaprimus SSV Markranstädt. Es war ein Duell auf Augenhöhe, doch die Punkte blieben am Stadion am Bad – dieses Spiel hat damit sinnbildlichen Charakter: Im Ausweichstadion im Markranstädt verlor unsere Zweitvertretung alle drei Spiele (Auswärtsspiel gegen Markranstädt, verlegte Heimspiele gegen Chemie Leipzig und Leipzig Leutzsch) und ist auf fremden Plätzen generell noch ohne Sieg (bisher nur drei Unentschieden).

Sieg Nummer drei fuhr unsere U23 mit dem höchsten Saisonsieg gegen Merkur Oelsnitz ein (10:0) und legte nach einer erneuten Auswärtsniederlage (0:2 in Plauen) den vierten Dreier gegen den FC Grimma nach (2:1). In den letzten sechs Hinrundenpartien musste die Rot-Weißen jedoch vier Niederlagen hinnehmen und holten nur noch zwei Remis.

Die Jungbullen waren zwar häufig das überlegene Team, schafften es aber nicht, die spielerische Dominanz in Tore und damit in Punkte umzumünzen. Das Paradebeispiel hierfür war die letzte Begegnung 2011 in Markkleeberg, in der unsere Mannschaft eine Torschussbilanz von 18:3 für sich verzeichnen konnte, jedoch erst in der Schlussminute den 1:1-Ausgleich erzielte. Diese Schwäche – gepaart mit vielen Gegentoren nach Kontern und individuellen Fehlern – sorgten dafür, dass die Roten Bullen zur Winterpause nur auf Rang zwölf stehen.

In der Rückrunde wollen unsere Kicker voll angreifen und das vorhandene Potenzial durchgängig abrufen, um sich in der Tabelle Schritt für Schritt nach oben zu schieben.

RB Leipzig
03.01.2012

Saisonstart

Ein Blick auf den Saisonstart der Nachwuchsmannschaften

Durch die Länderspiel-/ Landespokalpause bei der ersten Mannschaft waren am vergangenen Wochenende alle Augen auf den Nachwuchs gerichtet. Mittlerweile sind alle Teams in die Saisons gestartet, wobei manche erst ein Spiel, andere bereits vier Spiele absolviert haben. Selbstverständlich kann ich nach wenigen gespielten Partien keine ausführliche Analyse geben, zumal ich nur eine Mannschaft, die U17, selbst gesehen habe. Einen Ausblick, mit dem Ziel den einen oder anderen Leser zum Besuch eines Juniorenspiels zu begeistern, traue ich mir dennoch zu.

Die U23 hat in der Landesliga aus den ersten vier Spielen fünf Punkte geholt und findet sich vorerst im Mittelfeld wieder. Bereits sieben Punkte beträgt der Abstand zu den punktverlustfreien Mannschaften aus Markranstädt und Kamenz. Nach den überzeugenden Vorbereitungsspielen (u.a. ein 4:0 gegen den Oberligisten VfL Halle) ist das ernüchternd. Trotzdem sollte dem Betrachter nicht bange sein, denn die diesjährige Landesliga ist wohl die stärkste seit ihrem Bestehen. Neben den beiden erwähnten Mannschaften werden sich auch die, für mich überraschend stark aufspielende, SG Leipzig-Leutzsch, die BSG Chemie Leipzig, der Heidenauer SV und eben unsere Zweite um den Aufstiegsplatz/die Aufstiegsplätze streiten. Gegen zwei aus diesem Favoritenkreis hat die Elf von Tino Vogel schon gespielt, das relativiert die Punktausbeute. Mit dem 2:0 gegen die zweite Mannschaft von Erzgebirge Aue wurde der erste Sieg seit vier Wochen erzielt – leider war es nur ein Testspiel. Nächster Gast am Cottaweg ist der Tabellennachbar aus Radebeul (Sa, 15 Uhr), die gegen leichtere Gegnerkost ebenfalls durchwachsen starteten.

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Roter Brauser
05. September 2011


Saisonvorschau, Saisonziele

„Viele Alternativen für die 1. Mannschaft ausbilden!“

U23-Trainer Tino Vogel im Interview vor der kommenden Landesligasaison.

Die U23 startete als erste Nachwuchsmannschaft der Roten Bullen am 30. Juni in die Vorbereitung auf die Saison 2011-2012. Die Jungbullen gewannen in der Vorsaison den Meistertitel der Bezirksliga Leipzig und stiegen in die Landesliga Sachsen auf. Auch dort will die U23 um die vorderen Plätze mitspielen. Das Team wird in der neuen Saison von Tino Vogel als Cheftrainer betreut. Vogel führte die 1. Mannschaft der Roten Bullen 2010 zum Oberliga-Titel und trainierte 2010-2011 die U19. Er wird von David Bergner als Co-Trainer unterstützt, der in der vergangenen Spielzeit als Cheftrainer der U23 fungierte. Im Interview spricht Tino Vogel über den Verlauf der Vorbereitung, die Saisonziele und eine „gravierende“ Veränderung.

Tino, ihr bereitet Euch bereits seit dem 30. Juni auf die Landesligasaison vor. Bist du zufrieden mit der bisherigen Vorbereitung?
Tino Vogel: Auf jeden Fall! Die Mannschaft ist absolut willig und sehr ehrgeizig. Jeder einzelne Spieler zieht in den Trainingseinheiten gut mit. Vor allem im sechstägigen Trainingslager in Bad Blankenburg haben wir intensiv gearbeitet. Die Testspiele verliefen zudem bisher positiv. Bis auf die Niederlage in Wolfen als die Mannschaft etwas müde war, konnten wir alle Partien gewinnen.

Mit 12 Abgängen und nominell 15 Neuzugängen hat sich die Mannschaft stark verändert. Konnte sich das neu zusammengestellte Team bereits finden?
Tino Vogel: Es ist natürlich klar, dass es durch die Veränderungen im Kader Zeit braucht, bis ein Rädchen ins nächste greift – das ist ein Prozess, der einfach dauert. Die Mannschaft setzt sich im Grunde aus drei Blöcken zusammen: Den sieben Spielern aus dem alten Kader, den sechs Neuzugängen von FC Sachsen Leipzig und den sechs Spielern, die aus der U19 gekommen sind. Dazu kommen Florian Groß aus Halle, Felix Neuer aus Laubsdorf und natürlich Ingo Hertzsch aus der 1. Mannschaft. Alle Spieler haben sich schnell integriert, die Truppe versteht sich gut und wir können unsere angedachte Spielphilosophie und das Spielsystem immer besser umsetzen.

Wie sieht dieses Spielsystem aus?
Tino Vogel: Wir wollen offensiv und dominant auftreten, mit schnellem Kurzpassspiel agieren. Ziel ist es, möglichst alle Situationen spielerisch zu lösen.

Ihr startet als Aufsteiger in die Landesligasaison. Dennoch wollt ihr vorn in der Tabelle mitmischen. Welche Platzierung ist realistisch und wer sind die Favoriten in der Liga?
Tino Vogel: Unser Kader ist stark genug, um die ersten drei Plätze mitzuspielen. Die Landesliga ist sehr gut besetzt – Top-Favorit ist natürlich der SSV Markranstädt, der sich super verstärkt hat. Aber die Platzierung ist nicht unbedingt vorrangig, auch wenn der Aufstieg mittelfristig das Ziel ist. Oberste Priorität ist es, die Spieler gut auszubilden und an die 1. Mannschaft heranzuführen. Wir haben viele talentierte Kicker im Kader, von denen einigen der Sprung zu den Profis zuzutrauen ist.

Du sprachst die Ausbildung für die 1.Mannschaft an. Wie ist die Zusammenarbeit mit Peter Pacult?
Tino Vogel: Viel Zeit blieb bisher aufgrund der Vorbereitungsphase noch nicht, aber wir haben uns bereits ausgetauscht. Peter Pacult und Co-Trainer Tom Stohn sind sehr interessiert an der Ausbildung der U23. Der Austausch untereinander wird sich intensivieren und die Beiden werden auch das ein oder andere Spiel unseres Teams beobachten. Wir wollen unsere Talente weiter fördern und möglichst viele Alternativen für die 1. Mannschaft ausbilden.

Mit Ingo Hertzsch rückte ein Spieler aus dem Profi-Kader in die U23. Kommt ihm eine besondere Rolle zu?
Tino Vogel: Ingo ist mit seiner Routine und Erfahrung natürlich wahnsinnig wichtig für die Mannschaft. Er zeigt eine professionelle Einstellung und ist damit ein absolutes Vorbild für die jüngeren Spieler. Ingo bildet zusammen mit Daniel Ackermann, Mario Scholze und Tino Oechsner das Gerüst der Mannschaft – sie gehen in jeder Einheit vorweg und führen das Team bereits sehr gut.

In 12 Tagen ist das erste Pflichtspiel. Zum Ligaauftakt geht es im Derby gegen Kickers Markkleeberg. Wie sehen die kommenden, knapp zwei Wochen aus?
Tino Vogel: Wir haben bisher sehr hart, sehr scharf trainiert. Die Grundlagen sind gelegt – jetzt müssen wir am Feinschliff arbeiten. Wir haben noch zwei Testspiele. Nach der heutigen Partie in Eisenberg bereiten wir uns dann intensiv auf den Punktspielbeginn vor. In der Vorbereitung haben wir pro Woche zwischen sechs und sieben Einheiten absolviert. Das wollen wir auch während der Saison beibehalten. Für die meisten Spieler ist es ja eine Doppelbelastung, da sie neben dem Fußball Arbeiten gehen oder Studieren.

Du hast seit 2009 mit Lars Weißenberger als Co-Trainer gearbeitet. Jetzt ist David Bergner dein Trainerpartner. Eine gravierende Veränderung?
Tino Vogel (lacht): Der gravierendste Unterschied ist wohl, dass ich jetzt einen Co-Trainer habe, der größer ist als ich (Bergner 1,97 Meter groß, Weißenberger 1,75 Meter groß). Sowohl Lars als auch David zeichnet absolutes Fachwissen aus. Die Zusammenarbeit mit David ist sehr gut und ich freue mich auf die kommende Saison, in der wir die U23 gemeinsam betreuen und zum maximalen Erfolg führen wollen.



RB Leipzig
26. Juli 2011