Saisonfazit B-Junioren 2010/2011

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Saisonfazit des RB-Forum

U 17-Junioren krönen die Saison 2010/2011 mit dem Bundesligaaufstieg

Nicht über sieben Brücken musste man, sondern fünfzehn Schritte waren zu gehen, so lautete das Motto der U 17-Junioren unserer Rasenballsportler für die zweite Hälfte der dann auch Aufstiegssaison 2010/ 2011, in der das Team als erste Mannschaft des noch jungen Vereins den Sprung in eine höchste deutsche Spielklasse schaffte.

Nach der Winterpause und noch vor dem Wintertrainingslager in Kroatien empfing man das Reserveteam der Hertha aus Berlin und schaffte es einen 0:1-Rückstand in einen 2:1-Sieg umzumünzen, was dann auch den richtigen Auftrieb gab, um in den kroatischen Gefilden das weitere, notwendige Rüstzeug in der Mission Bundesligaufstieg zu bekommen, denn nach der Rückkehr standen dann zwei wichtige Auswärtsspiele beim Chemnitzer FC und dem 1. FC Union Berlin an, die für den Weg der zweiten Saisonhälfte mit entscheidend sein konnten, denn man musste erst einmal selbst seine Spiele gestalten, eh man sich auf die Konkurrenz verlassen sollte. Im Trainingslager konnte man auch gegen zwei kroatische Mannschaften beide Testspiele souverän mit jeweils 3:0 für sich entscheiden.

Und im ersten sächsischen Landesderby des Jahres 2011 zeigte man eine kompakte Leistung und lag dann bereits nach einer halben Stunde mit 3:0 in Führung, die dann die Grundlage für den 4:1-Auswärtssieg bildete und das Team gestärkt zu Union Berlin fahren ließ. Doch beim Bundesligaabsteiger konnte man nicht mehr als 1:1-Unentschieden erspielen, so dass man diese beiden Partien in der Fremde unbesiegt überstanden hatte. Im Heimspiel gegen Türkiyemspor war dann noch eine Rechnung aus der Hinrunde zu begleichen und dies gelang durch einen 4:1-Sieg recht eindrucksvoll, aber auch musste man mal wieder mit 0:1 ins Hintertreffen geraten, was sich langsam wie ein roter Faden durch die Spiele der Jungbullen zu markieren schien. Das Tabellenbild zeigte nun nach den ersten vier Spielen des Jahres die Position 2 bei aber noch zum damaligen Zeitpunkt einem Spiel weniger als dem unmittelbaren Konkurrenten der Hertha aus Zehlendorf an und diese beiden Teams sollten bis zum Saisonende den direkten Aufsteiger unter sich ausmachen.

Es folgte nun zwei Spiele, die das doch näher kommende Saisonziel Aufstieg in Gefahr geraten ließen, denn man verlor gegen Erzgebirge Aue mit 0:1 und mit der 2:4- Heimniederlage verlor man auch den Nimbus des Ungeschlagenseins in den heimischen Gefilden. Doch wer nun dachte, dass die Jungs weitere Nerven zeigen, hatte sich geirrt, denn die weiteren Partien im Monat April konnte man allesamt siegreich entscheiden, so dass man seinen Kurs wieder aufnahm. Und es gelang auch fürs Torverhältnis was zu tun, denn durch die erfolgreichen Partien gegen Borea Dresden (3:1), den FC Energie Cottbus II (6:3) und den Lokalrivalen 1. FC Lok Leipzig (3:0) wurden acht weitere Positivtore auf der Habenseite verbucht. Nach einer abermaligen Punktspielpause ging es dann in den entscheidenden Monat Mai, wo man zuerst bei den in der Rückrunde stark aufspielenden Magdeburgern antreten musste. Und auch hier gab es, wie auch sonst, einen 0:1-Rückstand. Doch auch in der sachsen-anhaltinischen Landeshauptstadt bewies das Team Moral und drehte durch späte Tore in der 72. und 78. Minute das Spiel und verließ den Platz als Sieger. Nun galt es sich auf das ultimative Spitzenspiel gegen den unmittelbaren Konkurrenten aus Zehlendorf zu konzentrieren, welches eine Vorentscheidung im Kampf um den direkten Aufstiegsplatz bringen sollte. Vor dem Spiel lag man mit einem Punkt (bei noch einem Spiel weniger) hinter den Berlinern. Und die Vorzeichen gestalteten sich noch ungünstiger, als beide Keeper für dieses Spiel ausfielen. Nun waren die RB-Verantwortlichen gefragt und sie zauberten mit Dominic-René Heine, einem bereits in der Winterpause verpflichteten Torhüter aus Jena, ein richtiges Ass aus dem Ärmel. Das Spiel begann, wie es nicht hätte besser beginnen können, denn die Rasenballer gingen in der 3. Minute in Führung, die die Berliner dann nicht auf Grund der starken Leistung des Leipziger Keepers nicht egalisieren konnten. Als dann nach einer knappen Stunde durch zwei weitere Tore unsere Jungs mit 3:0 führten, schien das Spiel entschieden, doch die Berliner gaben nicht auf und konnte noch bis auf 2:3 verkürzen. Mit diesem Sieg war der Platz an der Sonne erreicht, den man nun nicht mehr hergeben wollte.

Darauf folgte das Auswärtsspiel beim abstiegsbedrohten Berliner SC und hier hätte man nach der Vortagspunktverlust der Zehlendorfer, nachdem man dann unter der Woche das Nachholepunktspiel gegen den Halleschen FC siegreich gestalten konnte, mit einem weiteren Dreier bereits den Aufstieg in die Bundesliga perfekt machen können. Doch an diesem Sonntag merkte man, das nach der englischen Woche die Akkus irgendwie doch leer waren und man kam über ein schmeichelhaftes 0:0 nicht hinaus, woran der Keeper Dominic-René Heine auch dank eines gehaltenen Elfmeters wiederum großen Anteil hatte.

Damit blieb es bei fünf Punkten Vorsprung zwei Spieltage vor Saisonende und es wartete mit dem Lokalrivalen 1. FC Lok Leipzig eine bereits abgestiegene Mannschaft am denkwürdigen 29. Mai 2011 auf unsere Jungs. Und auch hier wieder ein Blitzstart, denn nach 2 Minuten gelang die Führung, welche man bis zur Halbzeit auf ein komfortables 3:0 ausbauen konnte, so dass vor 350 Zuschauern dann die zweite Halbzeit mit sechs weiteren Toren nur noch Schaulaufen auf den nunmehr feststehenden Bundesligaaufstieg war, den die Jungs dann gleich ausgelassen mit ihren Eltern, Fans und Freunden feiern durften.

Leider gelang es dann nicht mehr die Spannung hochzuhalten, so dass man das hoffentlich letzte Regionalligaspiel bei der zweiten Vertretung von Hertha mit 1:6 doch recht deutlich verlor.

Auch das anvisierte Double sollte nicht gelingen, denn im Halbfinale unterlag man dem FC Erzgebirge Aue nach Verlängerung mit 3:5 Toren nach einer eigenen 3:1-Führung.

Als Saisonfazit lässt sich feststellen, dass die Jungs an ihrem Ziel in hervorragender Zusammenarbeit mit den Trainern um Chefcoach Ivo Jungbauer unbeirrt festhielten und es durch eine hervorragende Moral in der Truppe immer wieder schafften nach Rückständen ins Spiel zurückzukehren. Des Weiteren war auch die Grundlage, dass die Mannschaft aus allen Mannschaftsteilen und gerade auch durch Standards erfolgreich war, denn fast jedem Fünften Treffer ging ein solcher voraus. Als Torschütze vom Dienst erwies sich Maximilian Röhrborn mit seinen 20 Buden, was ihm immerhin den zweiten Platz in der Torjägerliste der Regionalliga einbrachte. Ihm folgten in der internen Torschützenliste Mannschaftskapitän Toni Majetschak mit 14 und Victor Lindau mit 10 erzielten Treffern. Positiv anzumerken auch, dass nicht ein Spieler eine Rote Karte erhalten hat. Hier fiel nur Sebastian Henske aus dem Rahmen, der leider durch Gelb/ Rote Karten dreimal vorzeitig zum Duschen musste.

Die Einsatzdauerbrenner vom Dienst waren Patrick Lunderstädt, Felix Habeland und Maximilian Röhrborn, die in allen 29 Punkt- und Pokalspielen zum Einsatz kamen, wobei Patrick bis auf eine Auswechslung immer über die volle Spielzeit auf dem Platz stand.

Einen Ausblick auf die kommende Saison kann man nur insoweit geben, dass es auch altersbedingt einen großen Umbruch geben wird und Coach Ivo Jungbauer in dieser Funktion in der kommenden Saison nicht mehr die Verantwortung tragen wird und sich voll auf seine Aufgaben als Leiter der Nachwuchsabteilung konzentrieren wird. Neuer Co-Trainer wird Sören Osterland, welcher in der vergangenen noch an der Seitenlinie für den 1.FC Madgeburg aktiv war. Eine Mitteilung zum neuen Cheftrainer gibt es noch nicht. Bild warf unlängst den Namen Olaf Holetschek in die Runde. Ob dem so ist, kann man vielleicht schon morgen sehen, wenn die U17-Junioren in die Vorbereitung zur Mission Klassenerhalt starten.

Eine offizielle Mannschaftspräsentation, inklusive aller Neuzugänge, soll am 2. Juli folgen. Wir warten gespannt...

Tabelle
Kader
Statistiken

Otto_Fuchs


Fragen an Ivo Jungbauer:

Erstmal Glückwunsch zum direkten Aufstieg. Wann war Ihnen klar, dass man sich den Umweg Relegation erspart?
Vielen Dank. Nein klar auf keinen Fall, aber gehofft. Es ist dann immer schwer, nach einer langen Saison noch mal die Spannung hochzuhalten, dazu kann in diesen beiden Spielen eine ganze Saison verloren gehen.

Worin lag der Schlüssel dieses Erfolgs?
Ich denke, das die Mannschaft über ein sehr intaktes Verhältnis verfügt hat. Jeder war für den anderen da. Dazu gab es keine Quertreiber, alles wurde dem Ziel untergeordnet. Aber auch im fußballerischen hat sich jeder Spieler entwickelt, was zur mannschaftlichen Weiterentwicklung geführt hat. Dazu kommen die perfekten Rahmenbedingungen, die der Verein bietet.

Die erste Elf setzte sich aus 15 Spielern zusammen, der Kader besteht aber aus 24 Spielern. Welchen Anteil haben die Reservespieler am Erfolg?
Auch einen sehr entscheidenten. Für viele war es schwer, lange auf der Bank zu sitzen und dann sofort in die Bresche zu springen. In den entscheidenten Momenten konnten dann alle Spieler ihr Leistungsvermögen abrufen.

Christian Mittenbacher kam als Leistungsträger aus Berlin, verletzte sich nach dem ersten Spieltag am Kreuzband und absolvierte danach kein Spiel mehr. Wie schaut es mit seinem Genesungsverlauf aus?
Christian ist natürlich der Pechvogel der Saison. Die Reha ist sehr gut verlaufen, seit ungefähr 4 Wochen trainiert er wieder mit dem Team. Zur neuen Saison ist er wieder voll dabei.

Die meisten Stammspieler waren Jahrgang 1994 und rutschen nach oben in die A-Jugend. Die wenigsten 1995er gehörten zur ersten Elf und von den C-Junioren kommt, subjektiv gesehen, nicht viel nach. Wie viele externe Zugänge sind nötig um in der Juniorenbundesliga zu bestehen?
Wir planen mit ca. 12 neuen Spielern um den Klassenerhalt zu schaffen, wobei wir mit dieser Planung fast am Ende sind. Dazu werden 3-4 Spieler aus dem U15 Bereich dazustossen.

Wie wird sich das Gesicht der U 17 zur neuen Bundesligasaison zur neuen Saison in Sachen Spieler und Trainer- bzw. Funktionsteam zeigen und gibt es schon nennenswerte Neuzugänge? Die BILD-Zeitung nannte den Wolfsburger Marcel Kohn als Neuzugang.
Das Gesicht der Mannschaft wird verändert sein, alle neue Spieler werden am 02.07.11 bekanntgegeben, auch das Trainerteam wird komplett neu sein. Mit Sören Osterland steht ein neuer Co-Trainer fest, mit Dietmar Möritz ein neuer Teamleiter.

Welche Saisonzielstellung wird die erste Bundesligamannschaft von RB Leipzig in der kommenden Saison haben und wann beginnt die Vorbereitung?
Die Vorbereitung wird am 27.06. beginnen, Zielstellung ist natürlich der Klassenerhalt.

Sind spezielle Maßnahmen bei den Heimspielen der U 17 wie Beschallung oder eigenes Programmheft geplant ?
Darüber wird zu einem geeigneten Zeitpunkt gesprochen, aber ein paar Highlights wird es schon geben.


Saisonfazit des RB Leipzig

Der Saisonrückblick der Jungbullen

Die Bullen in der Bundesliga! Die U17 ist nach dem Bundesligaaufstieg das erste Team der Roten Bullen, das in der höchsten Spielklasse kickt. Die vom Trainertrio Ivo Jungbauer, Markus Zwarra und Thomas Risch betreute Mannschaft lieferte sich die gesamte Saison über ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Hertha Zehlendorf. Nachdem die Jungbullen die Berliner am 23. Spieltag im direkten Duell mit 3:2 besiegten, übernahmen sie die Tabellenführung und konnten am vorletzten Spieltag bereits den Aufstieg besiegeln. Vor allem in den Heimspielen legten die Jungbullen mit zwölf Siegen und nur einer Niederlage den Grundstein für dieses Resultat.

„Dieser Erfolg ist fantastisch, zumal der Aufstieg nicht eingeplant war. Denn auch die U17 wurde fast komplett neu zusammengestellt: 14 Neuzugänge mussten integriert werden. Daraus ist eine großartige Geschlossenheit und Teamfähigkeit entstanden, was letztlich der Schlüssel zum Bundesligaaufstieg unserer Mannschaft war“, analysiert Ivo Jungbauer.

Statistik:
Platz 1 (NOFV-B-Junioren-Regionalliga)
Aufstieg in die Bundesliga

19 Siege, 2 Unentschieden, 5 Niederlagen
59 Punkte

75:34 Tore
Bester Torschütze: Maximilian Röhrborn, 20 Tore

Pokal
Aus im Halbfinale: 3:5 n.V. gegen Erzgebirge Aue


Winterspezial zur ersten Halbserie des RB-Forum

Voll im Soll – Die B-Junioren auf Bundesligakurs

nach 11 Spielen waren
9 Siege eingefahren
27 Punkte erspielt
32 Tore erzielt

Nein, das ist kein Vierzeiler aus Goethes Osterspaziergang, sondern die nüchterne Bilanz der U17-Junioren des RB Leipzig zur Winterpause. Das Team um Trainer Ivo Jungbauer ist dabei den Sprung in die Bundesliga zu schaffen, die Tür in Richtung höchste Spielklasse wurde mehr als nur einen Spalt aufgestoßen… doch der Reihe nach:

Bereits zum Abschluss der letzten Saison hatte man als Sechster das beste Resultat des RB-Großfeldnachwuchses erreicht und das obwohl man in den letzten Partien auf vier Leistungsträger verzichten musste, die bei der A-Jugend zum Einsatz kamen, und dementsprechend aus vier Spielen nur noch einen Punkt holen konnte. Das Potential zum oben mitspielen war also durchaus vorhanden und sollte durch Verstärkungen in allen Mannschaftsteilen noch erhöht werden. Als Stammspieler unter den Neuzugängen stellten sich in der Abwehr Sebastian Henske (kam vom Halleschen FC) und Felix Habeland (Sachsen Leipzig), im Mittelfeld Tom Schladitz (Lok Leipzig), sowie Victor Lindau (Hallescher FC) und Alexander Jaworski (Weißenfels) im Sturm heraus. Außerdem schafften es mit Patrick Lunderstädt und Toni Kronawitt auch zwei Spieler aus der letztjährigen C-Jugend sich einen Platz in der ersten Elf zu erkämpfen.
Der Saisonauftakt gegen den Halleschen FC begann mit einem 5:0-Auswärtssieg bravourös und auch das zweite Spiel gegen Chemnitz wurde überraschend deutlich mit 3:0 gewonnen. Die Siegesserie wurde mit einem 1:0-Sieg zu Hause gegen Union Berlin ausgebaut, wobei sich beide Mannschaften egalisierten und das Tor erst in der letzten Spielminute durch den eingewechselten Sebastian Rast erzielt wurde. Leider konnte man an den starken Start im Spiel gegen Türkiyemspor Berlin nicht anknüpfen, verlor verdient mit 1:4 und kassierte somit die erste Niederlage der Saison. Dass die Truppe das Siegen nicht verlernt hatte bewies sie an den Spieltagen fünf bis neun. Erst schickte man Erzgebirge Aue mit 0:2 auf die Heimreise, siegte im Spitzenspiel gegen Tasmania Gropiusstadt aus Berlin mit 1:0, holte sich die Tabellenführung zurück, wies Borea Dresden (7:0) und Energie Cottbus II (5:0) deutlich in die Schranken und konnte auch das Heimspiel gegen Madgeburg 2:1 gewinnen. Am zehnten Spieltag wollte mit Hertha Zehlendorf der Tabellenzweite die RBL-Siegesserie beenden. Dies gelang den Randberlinern mit einem völlig gerechtfertigten 3:1 Erfolg. Die Wiedergutmachung folgte gegen eine andere Berliner Mannschaft, den Berliner SC. Und wie: Einen 1:3 Rückstand nach 60 Minuten bog man trotz zwischenzeitlicher Unterzahl innerhalb von 15 Minuten noch zu einem 4:3 Erfolg um! Fehlende Moral sucht man in dieser Truppe jedenfalls vergebens. Die beiden letzten Hinrundenspiele gegen Lok Leipzig und Hertha BSC Berlin II, sowie das vorgezogene Rückrundenspiel gegen den Halleschen FC fielen der Witterung zum Opfer. Deshalb steht man mit 27 Zählern auf Platz zwei, einen Punkt hinter den Zehlendorfern, die bereits 13 Partien absolvieren konnten.

Fazit: Die neuformierte Mannschaft hat sich erstaunlich schnell gefunden. Das erste Elf rekrutiert sich aus 14 Spielern, sodass die Startaufstellung von Spiel zu Spiel sich nur marginal verändert. Weitere sechs Kicker erhalten sporadische Einsätze und sorgen für eine Verstärkung in der Breite des Kaders. Torchancen werden sowohl aus dem Spiel durch Flanken über die Außenbahnen, Tempodribblings in den Strafraum bzw. Fernschüsse oder durch Standardsituationen kreiert. Abwehrschnitzer sind ab und zu vorhanden, bilden aber die Ausnahme, was die Zahl der Gegentore (11, Bestwert der Liga) unterstreicht.

Ausblick: Das Team steht derzeit auf Platz 2, welcher für die Relegation zur Bundesliga berechtigt. Der Rückstand auf den Tabellenersten Zehlendorf beträgt einen Punkt, allerdings haben die Leipziger zwei Spiele weniger absolviert. Der Vorsprung auf den Dritten Chemnitz beträgt sechs Punkte und ein Spiel, auf den Tabellenvierten Tasmania Gropiusstadt sind es sieben Punkte.
Knüpft die Mannschaft an die Leistungen der Hinrunde an, ist das Erreichen des ersten Tabellenplatzes möglich. Niederlagen leistete man sich bisher nur auswärts gegen die unmittelbaren Konkurrenten Türkiyemspor und Hertha Zehlendorf. Zu Hause ist man dagegen noch verlustpunktfrei. Das macht Mut, denn auch mit den eben erwähnten Teams und Tasmania Gropiusstadt sind noch drei der vier direkten Kontrahenten in der „Heimfestung am Gontardweg“ zu Gast.
Gestaltet man dann noch die Spiele gegen die Mannschaften der unteren Tabellenregion genauso erfolgreich wie in der Hinrunde, steht dem direkten Aufstieg nichts mehr im Wege.

Die Tür steht offen und es sind (nur) noch 15 Schritte zu gehen… Ihr packt das, Jungs!!!

Tabelle
Kader
Statistiken


Fragen an Ivo Jungbauer:

Sind Sie zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf?
Ja, natürlich sind wir sehr zufrieden. Die Mannschaft wurde mit 17 neuen Spielern zusammengestellt, hatte eine kurze Findungsphase und ist als Mannschaft gewachsen. Auch hatte man einen optimalen Start, welcher natürlich für viel Selbstvertrauen sorgte. Die gesamte Mannschaft verfügt über einen großen Ehrgeiz, eine hohe Lernbereitschaft sowie eine professionelle Einstellung.

Welches Spiel Ihrer Mannschaft war bisher das stärkste und welches das enttäuschendste?
Das stärkste war gegen den Berliner SC, das schlechteste gegen Türkiyemspor, wo wir zu keinem Zeitpunkt in der Lage waren, am Ergebnis etwas zu ändern.

Auf welchem Tabellenplatz wollen Sie und Ihre Mannschaft am Ende der Saison stehen?
Zielstellung ist klar der Aufstieg in die Bundesliga.

Sind Sie mit der Entwicklung Ihrer Spieler zufrieden? Wo sehen Sie noch Nachholbedarf?
Jeder einzelne Spieler hat sich bereits weiterentwickelt. Alle Spieler, die vor der Saison zu RBL gewechselt sind, kannten diese hohen Erwartungen und Umsetzungsmechanismen hier bei RB nicht oder nur bedingt. Für viele ist es eine Auszeichnung bei RB zu spielen. Nachholbedarf gibt es noch im taktischen Reifeprozess und in der „Abgezocktheit“ der Spieler.

Welcher Spieler hat Sie in der Hinrunde am Meisten überzeugt?
Da gibt es mehrere. Mit Sebastian Henske, Tom Schladitz und Toni Majetschak haben sich drei Führungsspieler entwickelt, die wesentliche Säulen im Team sind.

Eckbälle werden, wie in der 1. Mannschaft auch, konsequent auf den kurzen Pfosten geschlagen. Ist das eine Anweisung von oben und welchen Vorteil erhoffen Sie sich davon im Vergleich zu Eckstößen mitten in den 16-Meterraum?
Nein, dies ist keine Anweisung. Es ist aber für jeden Torhüter schwer, gegen mehrere Spieler zu verteidigen. Und Erfolg hatten wir damit ja schon.

Hat es auf Grund der guten Leistungen in der Hinrunde ein Spieler in den erweiterten Kreis einer DFB-Auswahlmannschaft gebracht?
Nein, leider noch nicht.

Im Zuge der Bekanntgabe des Kooperationsvertrages wurde gemunkelt, dass einige Spieler Ihrer Mannschaft in der Winterpause zu Lok Leipzig wechseln, um deren Abstieg zu verhindern. Ist dem so?
Man wird sehen, was passiert. Sicherlich gibt es mehrere Gedanken, diese sind aber nicht fest fixiert. Man sollte die Winterpause abwarten.