Saisonfazit A-Junioren 2010/2011

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Saisonfazit des RB-Forum

Aufholjagd endet auf Platz sechs – Die Bilanz der U19 am Saisonende

Im Winterpausenspecial liebäugelte ich damit, dass Relegationsplatz zwei noch in Sichtweite ist, doch das man dafür Siege gegen die Spitzenmannschaften einfahren müsse. Mit dem Angriff auf die Spitze wurde es aber nichts.

Im ersten Punktspiel der vorgezogenen Rückrunde hatte man auch die Chance mit einem Sieg gegen Tennis Borussia Berlin Schwung für das lange Frühjahr aufzunehmen. Die Begegnung hatte dann auch das Potential um eine furiose Aufholjagd zu starten. Um es abzukürzen: Das Spiel war atemberaubend. Die Mannschaft um Trainer Tino Vogel holte dreimal einen Rückstand auf, traf in der 87. Minute erst zum Ausgleich und in der 90. Minute zum viel umjubelten Siegtreffer.
Die Jagd auf Platz zwei hatte also furios begonnen und wurde in den folgenden Spielen gegen Borea Dresden, den Greifswalder SV, Türkiyemspor Berlin und Erzgebirge Aue mit teils deutlichen Siegen fortgesetzt.
Blöd nur, dass es zu diesem Zeitpunkt fast nicht mehr von einer Aufholjagd sprechen konnte, denn zwischendurch unterlag man dem Tabellenzweiten Rot-Weiß Erfurt, wenn auch denkbar knapp mit 1:2, obwohl man die gesamte Spielzeit auf Augenhöhe agierte. Gegen Spitzenreiter Carl-Zeiss Jena setzte es dann zu Hause eine 1:3-Niederlage und der Aufstieg war nun auch für die kühnsten Optimisten abgehakt. Dennoch war die Rückrundenbilanz bis dato mit fünf Siegen aus sieben Spielen absolut vorzeigbar.

Umso unverständlicher wirkt es für Außenstehende, warum dem Team im letzten Saisondrittel fast nichts mehr gelang. Die Serie des Nichtgewinnens begann mit einer empfindlichen 0:7-Klatsche gegen den Chemnitzer FC und endete erst im letzten Spiel gegen Tennis Borussia Berlin.
In diesen sieben Saisonspielen im April und Mai holte man nur noch vier Punkte und das bei einer Tordifferenz von 9:22.

Daran erkennt man auch die große Schwäche des Teams: die Defensivleistung. 52 Gegentore in der gesamten Spielzeit sind der fünftschlechteste Wert der Liga. In der Offensive lief es besser. 63 geschossene Tore sind der viertbeste Wert der Staffel.

Ein möglicher Grund für die Abwehrschwäche liegt im Verletzungspech der Mannschaft begründet. In der Saison gab es immer wieder Rückschläge. So fiel Kapitän und Abwehrchef Alexander Sorge fast die komplette Rückrunde wegen eines Bänderrisses aus. Dann fehlten mal Innenverteidiger Matthé oder Defensivspezialist Buszkowiak oder beide zusammen. Zu allem Übel zogen sich dann auch noch Linksverteidiger Alex Siebeck und Sturmtank Benjamin Girth innerhalb von einer Woche Knieverletzungen zu. Am Saisonende standen Trainer Tino Vogel im Training zeitweise nur noch elf Spieler zur Verfügung.


Ausblick:
Es ist dennoch zu konstatieren, dass sich die U19 im Vergleich zur letzten Saison stabilisiert und während der gesamten Spielzeit nie in Abstiegsgefahr geriet. Der Aufstieg in die Bundesliga soll dann in der nächsten Saison angegangen werden. Mit Matthias Hamrol, Alexander Sorge, Kevin Schiller und Tom Nattermann besitzt man jetzt schon eine zentrale Achse an Stammspielern, die auch in der kommenden Saison noch dem Team angehören wird. Verstärkt werden diese auf den Außenbahnen durch Alexander Siebeck, Michael Schlicht und Marco Amborn. Von den B-Junioren stoßen einige Aufstiegshelden nach oben. Ergänzt wird dieser Kader mit Sicherheit durch externe Neuzugängen. Für die älteren Spieler wie Girth, van den Bosch, Jaworski, Stapel, Arndt und Dietze führt der Weg nun in die U23 - sie werden somit weiterhin von Tino Vogel trainiert. Als neuer Cheftrainer an der Seite von Lars Weißenberger wird dann Detlef Schößler agieren. Der ist übrigens schon mit zwei Leipziger Mannschaften in die A-Junioren-Bundesliga aufgestiegen: 2002/03 mit dem VfB Leipzig und 2004/05 mit dem FC Sachsen. Wir werden die nächste Saison gespannt verfolgen…

Abschlusstabelle NOFV-B-Junioren-Regionalliga
Kader
Statistiken


Fragen an Lars Weißenberger (U19):

Ihre erste Saison als Juniorentrainer bei RB Leipzig liegt hinter Ihnen. Wie fällt Ihr Fazit dieser turbulenten Saison aus?
Im großen und ganzen gut. Die Ausbildung der Spieler stand im Vordergrund. Ich denke, dass wir jeden Spieler technisch und taktisch weitergebracht haben.

Der furiose 5:4-Sieg gegen Tennis Borussia Berlin war sicherlich das positive Highlight der Saison. Was geht einem Trainer in so einem Spiel mit vielen Wendungen durch den Kopf?
Ja, das war schon ein verrücktes Spiel mit allen drum und dran. Rückstand, Ausgleich und in der letzten Minute der Sieg. Beeindruckend war, wie die Jungs immer wieder zurück gekommen sind.

Nach der 1:3-Niederlage gegen Carl-Zeiss Jena war die Aufstiegschance endgültig dahin. Danach gab es sieben sieglose Spiele in Folge. Woran lag es? Fehlende Motivation, Verletzungspech oder dem fehlenden Quäntchen Glück?
Das sehe ich nicht ganz so, hätten wir nach dem Jena Spiel eine Serie gestartet, wäre vielleicht noch was gegangen, weil Jena danach auch schwächelte. Leider kam es nicht so.

Während der gesamten Saison hatte der Kader mit diversen Verletzungen im zu kämpfen. Wie hat das Team diese immer wiederkehrenden Nackenschläge im Mannschaftskreis aufgenommen und macht sich das zum Beispiel im Zweikampfverhalten bemerkbar?
Für uns als Trainerteam und selbst für die Mannschaft ist es nie förderlich immer wieder mit schweren Verletzungen zu kämpfen, denn der Konkurrenzkampf wird dadurch nicht gerade gefördert.

Matthias Buszkowiak, Richard van den Bosch, Tom Nattermann sowie Roman Jaworski standen schon im Kader der ersten Mannschaft. Dazu haben Kevin Schiller und Alex Siebeck schon oben mittrainiert. Jetzt mal Hand aufs Herz, welcher ihrer Spielern ist in drei Jahren Stammspieler bei der Ersten?
Das ist schwer zu sagen. Nur eins dazu: nicht immer der talentierteste Spieler kommt oben an, sondern der der das ganze auch will zu 100 Prozent. Ich würde mich trotzdem freuen, wenn der eine oder andere es in die Erste Mannschaft schafft. Das ist auch unser Ziel.

Steht schon fest, welche Mannschaft Sie in der kommenden Saison 2011/12 trainieren werden?
Ich werde mit Detlef Schößler zusammen die U19 trainieren.

Zum Abschluss noch eine persönliche Frage: Was macht die Ausbildung zum Fußballlehrer?
Dazu habe ich mich noch nicht beworben.


Saisonfazit des RB Leipzig

Der Saisonrückblick der Jungbullen

Die U19 der Roten Bullen schloss die Saison auf Rang 6 ab und landete damit im oberen Mittelfeld der Regionalliga. Das Team startete gut und stand am 2. Spieltag sogar an der Tabellenspitze. Im Laufe der Spielzeit pendelte die von Tino Vogel und Lars Weißenberger trainierte Mannschaft zwischen Platz 4 und 7. In den letzten acht Partien gelang jedoch nur noch ein Sieg, was eine bessere Platzierung verhinderte. 63 erzielte Toren waren der viertbeste Wert der Liga und zeigten, dass die Stärken der Mannschaft in der Offensive lagen.

Ivo Jungbauer: „Sicher haben wir uns etwas mehr erhofft, hatten aber auch bei der U19 viel Pech mit Verletzungen. Insgesamt ist das Abschneiden okay. Die Mannschaften, die vor uns gelandet sind, waren individuell besser besetzt. Wir haben sieben der zehn Spiele gegen diese Teams verloren – so hat zu einer vorderen Platzierung doch noch einiges gefehlt.“

Statistik:
Platz 6 (NOFV-A-Junioren-Regionalliga)

12 Siege, 5 Unentschieden, 9 Niederlagen
41 Punkte

63:52 Tore
Bester Torschütze: Benjamin Girth, 15 Tore

Pokal
Aus im Achtelfinale: 1:2 gegen Chemnitzer FC


Winterspezial zur ersten Halbserie des RB-Forum

Niederlagen im Oktober verhindern bessere

Nachdem in der vergangenen Saison der Abstieg nur dank der Schützenhilfe des 1. FC Magdeburg vermieden konnte, erfolgte ein radikaler Umbruch bei den U19-Junioren. Das neue Trainerteam bilden seitdem Tino Vogel und Lars Weißenberger. Außerdem verpflichtete man Verstärkungen für alle Mannschaftsteile. Allen voran Matthias Buszkowiak, Kapitän der Magdeburger Aufstiegsmannschaft, und Richard van den Bosch, Vize-Torschützenkönig von Dynamo Dresden. Beide offiziell als Neuverpflichtung der ersten Mannschaft vorgestellt, erwiesen sie sich jedoch als fester Bestandteil der A-Junioren. Weiterhin wechselten mit Benjamin Girth und Oliver Laube zwei weitere Spieler aus der sachsen-anhaltinischen Hauptstadt, sowie mit Morton Lamps ein Torwart von Holstein Kiel nach Leipzig. Dazu gesellten sich weitere neun Spieler des Jahrgangs 1993, die von der B-Jugend nach oben rückten. Dem gegenüber standen acht Spieler, die den Verein verließen.

Im ersten Spiel der Saison gegen Greifswald standen mit Kienitz, Dietze, Jaworski und Matthé nur noch vier Spieler aus dem letztjährigen Kader in der Startelf. Der Saisonstart begann furios mit zwei deutlichen Siegen gegen Greifswald (4:0) und Borea Dresden (4:1). Die erste Bewährungsprobe wartete gegen Rot-Weiß Erfurt, die erst aus der Junioren-Bundesliga abgestiegen waren. Nach einem umkämpften Spiel und drei roten Karten auf Seiten der Leipziger musste man sich knapp mit 1:2 geschlagen geben. Dennoch war die Mannschaft nicht geschockt und gewann die beiden folgenden Spiele gegen Türkiyemspor Berlin (2:1) und Erzgebirge Aue (4:0) souverän. Mit zwölf Punkten aus fünf Spielen schien man ein gewichtiges Wort im Kampf um den Aufstieg zu haben. Dem folgte die Ernüchterung. Auf Grund von individuellen Fehlern und Abstimmungsschwierigkeiten in der Abwehr verlor man deutlich mit 0:4 in Jena. Auch das anschließende Heimspiel gegen Chemnitz brachte keine Besserung, 0:2 hieß es am Ende. Über diese schwachen Saisonphase konnte auch der 4:2 Sieg gegen den Frankfurter FC Viktoria nicht hinwegtäuschen, denn prompt folgte die nächste Klatsche gegen die bis dahin enttäuschenden Dynamos aus Dresden (0:3). Mit dem Unentschieden gegen die Reineckendorfer Füchse (2:2) gelang am 10. Spieltag der erste Punktgewinn gegen eine Mannschaft aus dem oberen Tabellendrittel. Die beste spielerische Leistung boten die RB-Jungs gegen die Randberliner aus Staaken. Der Gegner wurde über die gesamte Spielzeit klar beherrscht, dementsprechend ging das Resultat (5:1) auch in der Höhe in Ordnung. Leider durfte man an diese herausragende Vorstellung nicht anknüpfen, denn auf Grund des frühzeitigen Wintereinbruchs wurden witterungsbedingt die Spiele gegen Lok Leipzig, TeBe Berlin sowie das Rückspiel gegen Greifswald abgesagt.

Ausblick: Gegen Kontrahenten aus den unteren Tabellenregionen punktet man konstant hoch. Ein Zittern um den Klassenerhalt, wie in der letzten Saison, kann daher bereits zum jetzigen Zeitpunkt ausgeschlossen werden. Im Kampf um den Staffelsieg scheint es an Spitzenreiter Jena kein Vorbeikommen zu geben. Die Thüringer stellen die beste Defensive, haben die zweit meisten Tore geschossen und sind dazu noch ungeschlagen. Der zweite Platz, der zur Relegation berechtigt, ist noch in Sichtweite. Will man diesen erreichen gilt es jedoch auch gegen Spitzenmannschaften Siege einzufahren. Mit den Rückkehrern Arndt und Stapel, die verletzungsbedingt fast die komplette Hinrunde fehlten, wird das Team in der Spitze noch stärker. Eine Aufholserie ist dem Team durchaus zuzutrauen – wir drücken die Daumen!

Tabelle
Kader
Statistiken


Fragen an Tino Vogel:

Fünf neue Spieler und neun B-Jugend Spieler sowie Sie und Co-Trainer Lars Weißenberger stießen zur A-Jugend. Wie verlief der Integrationsprozess?
Sehr schnell und sehr gut. Die Jungs zogen von Beginn an sehr gut mit. Von den fünf von außerhalb gekommenen Spielern schafften Richard van den Bosch, Matthias Buszkowiak und Benjamin Girth den Sprung in die Startelf. Mit Kevin Schiller, Alexander Sorge, Tom Nattermann und auch zuletzt Marco Amborn gehörten auch viele Spieler der ehemaligen B-Jugend zu den Stammkräften.

Sind Sie mit dem bisherigen Abschneiden zufrieden? Welches war das stärkste und welches das schwächste Spiel?
Zunächst muss man sagen, dass das Niveau dieser Regionalligastaffel sehr hoch ist. Das liegt natürlich auch an den drei Bundesligaabsteigern Jena, Erfurt und TeBe. Nachdem unsere Mannschaft im letzten Jahr fast abgestiegen war, kann man mit dem bisherigen Auftreten und dem Tabellenplatz einigermaßen zufrieden sein. Junge Spieler sind noch sehr schwankend in ihren Leistungen. Das ist auch bei uns so.
Das schwächste Spiel war für mich die 0:3 Heimniederlage gegen Dynamo Dresden, das beste der 5:1 Heimsieg gegen den bis dato Tabellen-Vierten SC Staaken Berlin.

Welches Ziel verfolgen Sie in diesem Jahr mit Ihrer Mannschaft?
Das oberste Ziel ist, junge Spieler weiterzuentwickeln, sie zu fördern aber auch zu fordern. Sollte es uns gelingen noch am Bundesligaaufstieg zu schnuppern, werden wir versuchen diese Chance wahrzunehmen.

Wo gibt es bei Ihrer Mannschaft den meisten Nachholbedarf?
Mittlerweile ist die Mannschaft, das hat der letzte Laktattest bewiesen, konditionell auf einem sehr hohen Niveau. Große Schwächen gibt es im technischen/taktischen Bereich. Die meisten Fehler liegen im Detail. Da gibt es noch viel Arbeit.

Werden Richard van den Bosch und Matthias Buszkowiak am Vorbereitungsprogramm der 1. Mannschaft teilnehmen?
Matthias Buszkowiak trainiert fast das komplette Jahr oben mit, Richard van den Bosch geht noch zur Schule und trainiert, teils oben, teils in der A-Jugend.

Mit Daniel Halangk, Philip Arndt und Hardy Stapel gehören drei Spieler aus dem vergangenen Jahr selten zum Aufgebot.
Richtig! Hardy Stapel setzte eine Innenbanddehnung im Knie sehr lange zu. Philip Arndt wurde im August ein Knorpelschaden im Knöchel operiert. Beide stehen aber wieder im Mannschaftstraining. Daniel Halangk hat mit Kurt Kienitz einen starken Torhüter vor sich.

Gibt es Verstärkungen in der Winterpause?
Also zunächst gibt es zwei Verstärkungen aus dem Krankenstand. Philip Arndt und Hardy Stapel sollen die Mannschaft voranbringen. Des Weiteren halten wir die Augen offen, besonders was den jungen Jahrgang betrifft.

Wer spielt vom aktuellen 92er Jahrgang nächstes Jahr noch für RB im Männerbereich?
Das entscheidet jeder Spieler mit seinen Leistungen auf dem Platz selbst.

Danke!
Bitte, gerne!