RB Leipzig

Aus RB Leipzig Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
RB Leipzig   Red Bull Arena   Stadion am Bad   {{{5}}}   {{{6}}}   {{{7}}}   {{{8}}}   {{{9}}}   {{{10}}}


Der Verein
RB Leipzig Logo.png
Name RasenBallsport Leipzig e.V.
Spitzname Die Roten Bullen
Ort Leipzig
gegründet 19. Mai 2009
Vereinsfarben Rot-Weiß
Stadion Red Bull Arena‎
Plätze 44.345
Vorstand Florian Müller
Markus Thurner
Rudolf Theierl
Trainer Alexander Zorniger
Homepage http://redbulls.com/soccer/leipzig/de/home.html
Wikipedia RB Leipzig,
Red Bull Arena

RB Leipzig (offiziell: RasenBallsport Leipzig e. V.) ist ein Fußballverein aus Leipzig.

Geschichte

Der Verein wurde am 19. Mai 2009 gegründet. Durch eine Fusion mit der ausgegliederten Fußballabteilung des SSV Markranstädt bernahm man dessen Spielrecht. RB Leipzig startete dadurch zur Saison 2009/10 anstelle des SSV Markranstädt in der Fußball-Oberliga Nordost (Staffel Süd). Der Nordostdeutsche Fußballverband stimmte am 13. Juni 2009 der Namensänderung und somit der Übertragung des Startrechtes zu.

Hinter dem Verein steht das Unternehmen Red Bull. Grund für den Einstieg bei einem Fünftligisten war, dass dieser nicht mehr dem DFB-Lizenzierungsverfahren unterliegt. Der Vereinsname soll an andere Red-Bull-Vereine, etwa FC Red Bull Salzburg, New York Red Bulls oder Red Bull Brasil, anknüpfen (in Deutschland ist der Name Red Bull Leipzig aufgrund der Statuten des Deutschen Fußball-Bundes unzulässig).

Bereits 2006 unternahm der Red-Bull-Konzern einen Versuch im Leipziger Fußball Fuß zu fassen, ein Einstieg beim FC Sachsen Leipzig scheiterte aber an namensrechtliche Unklarheiten und Fanprotesten. Red Bull setzte auf das Potenzial der Region mit dem Zentralstadion [1], [2] Leipzig und in letzter Zeit nur viert- oder fünftklassigen Fußballmannschaften. Als langfristiges Ziel gibt der Hauptsponsor an, mit dem Verein innerhalb von acht Jahren in die Bundesliga aufzusteigen. Die Spielstätte ist die Red Bull Arena, Trainingsort und Heimspielstätte für die Junioren von RBL (U10-U13) ist das Trainignsgelände des BSV Schönau sowie der Kantatenweg 39 (U14-16). Ein eigenes Trainigszentrum am Cottaweg wurde lange geplant. Der erste Bauabschnitt wurde 2011 fertig gestellt, so dass der Großteil der Junioren sowie die erste Herrenmannschaft ab diesen Zeitpunkt dort trainieren bzw. ihre Ligaspiele austragen (U17 - U19).

Bereits bei der Bekanntgabe des Projektes RB Leipzig waren die Reaktionen zwiegespalten. Auf der einen Seite plädieren Fußballinteressierte für den Einstieg eines Großsponsors, um in Leipzig und der gesamten Region Mitteldeutschland langfristig höherklassigen Fußball schauen zu können. Außerdem stellte RB Leipzig für viele Leipziger eine Alternative zu den verfeindeten Traditionsmannschaften FC Sachsen Leipzig und 1. FC Lokomotive Leipzig dar. Andererseits geben Fans der Traditionsmannschaften zu bedenken, dass durch den Verein die 50+1 Regel untergraben wird und in Deutschland das Tor zu englischen Verhältnissen geöffnet wird. Weiterhin wird die fehlende Möglichkeit der Mitgliedschaft im Club und somit das fehlende Mitspracherecht kritisiert. Unter diesen Voraussetzungen war es nicht verwunderlich, dass beim ersten Training und der Vorstellung des Teams ein großer Medienauflauf zu beobachten war.

Die Premierensaison, Oberliga 2009/10

Wegen Sicherheitsbedenken mussten mehrere Vorbereitungsspiele kurzfristig abgesagt werden. Das erste Spiel des jungen Vereins endete, ohne Zwischenfälle, mit einem 5:0-Sieg gegen Bannewitz. Doch bereits im ersten Ligaspiel gegen die zweite Mannschaft von Carl Zeiss Jena kam es zu unerfreulichen Ereignissen, so wurden Spieler bespuckt und mit Bechern beworfen. Letztendlich musste die Mannschaft ungeduscht nach Leipzig "fliehen". Von diesen Vorfällen ließ sich die Mannschaft aber nicht beeindrucken. Das Team überzeugte zwar nicht immer, blieb aber nur zehn Punkte unter der Maximalausbeute und sicherte sich den Aufstieg mit 22 Punkten Vorsprung. Im Sachsenpokal musste man jedoch schon im Viertelfinale gegen Zwickau die Segel streichen, dort zog man mit 2:3 den Kürzeren. Negativer Höhepunkt der Saison bildete die Entlassung des Traimerteams um Tino Vogel und Lars Weißenberger, sowie des Sportdirektors Joachim Krug nach dem letzten Spieltag.


Der Aufzug klemmt, Regionalliga 2010/2011 & 2011/2012

Diagramm 2010-2011.png

Alles neu hieß es zu Saisonbeginn. Ein runderneuerter Trainerstab um Tomas Oral, Ali Çakıcı und Tobias Wawroschek, 14 neue Gesichter im Mannschaftskader und mit der Red Bull Arena eine neue Heimspielstätte. Und die Testspiele gegen Schalke und Hertha BSC Berlin ließen auf eine weitere erfolgreiche Saison hoffen. Doch es kam anders: Bereits die ersten drei Spiele endeten unentschieden. Danach gab es immer wieder Phasen in denen man dachte, das Team hat sich gefunden, doch es folgten regelmäßige Rückschläge. Auch ein zweiwöchiges Trainingslager in der Türkei zur Winterpause brachte keine, in Punkten wiedergespiegelnden, Fortschritte. Dazu kamen Veränderungen im Funktionsteam. Nach der Winterpause trat Thomas Linke den bis dato unbesetzten Posten des Sportdirektors an. Pressesprecher Hans-Georg Felder wurde durch Enrico Bach abgelöst und der Head of Global Soccer Dietmar Beiersdorfer wurde entlassen. Am 21.04.2011 gab Tomas Oral seinen Rücktritt zum Saisonende bekannt, nachdem man in der Saison keinen Spieltag lang den angepeilten ersten Platz erreichen konnte. Der Rückstand auf den Chemnitzer FC, der mit 82 Punkte ein Rekordergebnis erzielte, betrug am Ende 18 Punkte. Als einziges "Trostpflaster" ist der Gewinn des Sachsenpokals im Endspiel gegen den Staffelsieger aus Chemnitz anzusehen.





Diagramm 2011-2012.jpg

Recht früh wurde Peter Pacult als neuer Trainer vorgestellt.[3] Da aber parallel noch alle Trainingseinheiten unter Oral stattfanden und es noch zwei Sachsenpokal-Spiele zu bestreiten gab, stieß diese frühzeitige Bekanntgabe auf viel Kritik von Fans und Medien. Mit ihm wechselte auch Pressesprecher Sharif Shoukry, Co-Trainer Tom Stohn und Fittnesstrainer Christian Canestrini nach Leipzig und leiteten somit auch auf Betreuerseite eine Runderneuerung ein. Der Kader wurde im Sommer wiederum mit bekannten Gesichtern aus der Zweiten und Ersten Bundesliga runderneuert. Da der RB Leipzig in der vorherigen Saison unter Oral den Gewinn des Sachsenpokals feiern konnte, hatte man das Recht erworben, am DFB Pokal teilzunehmen. In der ersten Runde absolvierte das Team unter Trainer Pacult seine erste Feuertaufe, als es das hochfavorisierte Team aus Wolfsburg unter Trainer Felix Magath mit 3:2 überraschend besiegte. Eine weitere Überraschung blieb aber in der zweiten Runde des DFB-Pokals aus. Das wiederum favorisierte Team des FC Augsburg konnte sich, trotz Verletzungssorgen, knapp durchsetzen. In einem hoch emotionalen Spiel verlor man mit 0:1, womit der "Zauber vom DFB-Pokal" bereits wieder verloren war. Was aber blieb, waren zwei neue Zuschauerrekorde und eine langanhaltende RB-Euphorie in der breiten Masse der Leipziger, die nun fortan immer häufiger ins Stadion strömten. Die Liga verlief aber auch diese Saison nicht zufriedenstellend: Zwar konnte man mehrmals den erhofften Platz 1 erreichen und über mehrere Spieltage verteidigen, doch hatte die Konkurrenz aus Halle und Kiel den längeren Atem. Zumal häuften sich die Kritiken an dem uninspirierten und unflexiblen Spieltstil unter Pacult, der verstärkt auf eine Flügelzange aus spieltstarken Individualisten setzte. Die fehlende Variabilität in diesem System wurde aber über den Saisonverlauf immer mehr von den gegnerischen Mannschaften ausgenutzt, die ihre Außenbahnen stärker besetzten und beide Flügelspieler geschickt doppelten. Weitere Kritik musste sich das Duo Peter Pacult / Wolfgang Loos vor allem für ihre Transferpolitik gefallen lassen: Oft wurden einige Kaderpositionen zu breit und einseitig besetzt (hier sei vor allem das defensive Mittelfeld genannt, wo zwischenzeitlich bis zu sechs Spieler um einen Stammplatz kämpften), andere Positionen wurden entweder dünn oder mit zu wenig Qualität besetzt. Auch schlugen die Wintertransfers, die eigentlich einen neuen Schwung in den Kader bringen sollten, nicht wie erhofft ein. Selbst der "Königstransfer" von Roman Wallner, damals ein mehrfacher Nationalspieler Österreichs, konnte nur anfänglich für einen positiven Trend sorgen. Schnell wurde aber wieder klar, dass auch die neuen Spieler nicht den benötigten Qualitätssprung im Spiel der Roten Bullen bringen erreichten. Der Aufstieg wurde diese Saison, wenn auch am Ende knapp, wieder verpasst. Zum allen Übel konnte man dieses Jahr auch nicht den Sachsenpokal verteidigen, um sich abermals wieder für den DFB-Pokal zu qualifizieren. Wie bereits in der Saison 2009/2010 musste man sich im Viertelfinale dem späteren Ligakonkurrenten FSV Zwickau geschlagen geben.



Aufstieg in die 3. Liga 2012/2013

Diagramm 2012-2013.jpg

Mit der Ernennung von Ralf Rangnick als Sportdirektor für RB Leipzig und RB Salzburg wurde schnell das Gerücht laut, dass nun auch einige personelle Umstellungen in Leipzig folgen werden. Am 03.07.2012 gab dann die Homepage des RB Leipzig bekannt, dass Alexander Zorniger die 1. Herrenmannschaft trainieren wird. Weitere personelle Veränderung, vor allem innerhalb der medizinischen Abteilung und im Bereich der psychologischen Betreuung, folgten noch vor dem Saisonstart in der neu gegründeten Regionalliga Nordost. Der Kader wurde, im Gegensatz zu den vorherigen Jahren, keiner kompletten Runderneuerung unterworfen. Noch unter Peter Pacult hatte man sechs neue Gesichter vorgestellt, wobei Tom Nattermann als erster Spieler aus der eigenen Jugend kam. Nach dem Trainerwechsel unterzog Alexander Zorniger in Zusammenarbeit mit dem neuen Sportdirektor Rangnick den Kader einer Jugendkur und suspendierte gleich fünf Spieler, mit Adrian Mrowiec sogar ein Spieler, der erst vor wenigen Tagen unter Pacult verpflichtet wurde und verpflichtete gleichzeitig mit Dominik Kaiser einen jungen und talentierten Mittelfeldakteur. Die kommende Hinrunde wurde mit 36 von möglichen 42 Punkten (11-3-0) sehr erfolgreich abgeschlossen. Bei einem Spiel weniger konnte man mit einem beruhigenden Polster von sechs Punkten auf den nächsten Verfolger FC Carl Zeiss Jena zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte eine Herbstmeisterschaft in einer Regionalliga-Saison feiern.

Die Rückrunde war die erste Phase unter Trainer Zorniger in den man eine kleinen Leistungsabschwung bemerken konnte. Hatte man sich zur Winterpause mit Matthias Morys, Clemens Fandrich nur punktuell in die breite des Kaders investiert, so konnte man in den ersten Spielen nach Winterpause nicht an die Leistungen der Hinrunde anschließen. Die ersten sieben Spiele konnte man mit einem Torverhältnis von jeglich 7:3 nicht immer überzeugend für sich gewinnen, wobei die Ungeschlagen-Serie weiterhin bestanden halten sollte. (4-3-0) Erst der 24. Spieltag gegen die Zweitvertretung von Hertha gilt als Wendepunkt dieses Negativtrendes. Mit viel Einsatzwillen und trotz einigem Verletzungspech (unter anderen verletzte sich Kapitän Frahn, bis dahin Torgarant, kurz vor Saisonende, sodass er bis zur Sommerpause keinen Einsatz mehr absolvieren konnte) beendete man die Saison erfolgreich: Bereits Anfang Mai, während des nachgeholten Derbykrachers gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig, konnte man die vorgezogene Meisterschaft und damit die Qualifizierung für die neu eingeführte Relegation in die 3. Liga feiern. Die heiße Phase der Saison begann nun, in der man sich zuerst im Sachsenpokal-Finale erneut gegen den Chemnitzer FC durchsetzen und im Anschluß die Sportfreunde Lotte in zwei umkämpften Partien in der Relegation zur 3. Liga besiegen konnte. Das Triple aus Meisterschaft, Pokal- und Relegationssieg war geschafft und die Roten Bullen würden endlich den heiß ersehnten nächsten Schritt Richtung Bundesliga machen können.

Daten & Namen

Trainer


Ligazugehörigkeit

Bilanz seit Gründung

Erfolge

  • Sachsenpokal-Gewinner (2): 2010, 2013
  • Oberliga-Meister: 2009
  • Regionalliga-Nordost-Meister: 2013