Marcus Hoffmann

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Marcus Hoffmann
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Spielerinformationen
Spitzname Rocki
Geburtstag 12.10.1987
Sternzeichen Waage
Geburtsort Pessin
Nationalität Deutschland
Größe 186 cm
Mannschaftsteil Abwehr
Fuß rechts
Spielerberater Karl M. Herzog SM
Vereinsinformationen
Verein RB Leipzig
Trikotnummer 2
Vertrag bis 30.06.2014
Marktwert 150.000 € (06/2011)
Jugendmannschaften
Jahre Verein
1993-2002
2002-2004
2004-2006
VfL Nauen -C
FC Energie Cottbus B
FC Energie Cottbus A
Karrierestationen1
Jahre Verein TN Spiele Tore
2006-2007
2007-2008
2008-2010
2010-2011
2011-
2011-
Energie Cottbus II
FC Carl Zeiss Jena II
VFC Plauen
SV Babelsberg
RB Leipzig
RB Leipzig II
 
4
2
2
2
 
30
24
61
24
11
1
2
3
2
0
1
1
Links
Transfermarkt | Fussballdaten
redbulls.com | Weltfussball | kicker | RB-Fans
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele. Stand: 28.05.2012

Marcus Hoffmann (* 12. Oktober 1987 in Pessin) ist ein deutscher Fußballspieler.

Biografie

Jugend

Hoffmann kommt aus einer Fußballerfamilie[1] und trat mit vier Jahren zum ersten Mal gegen den Ball. Seit seinem fünften Lebensjahr spielte er beim VfL Nauen.[2] Während eines Kreisauswahlspiels wurden Scouts des FC Energie Cottbus auf ihn aufmerksam und luden ihn zum Trainingslager in die Sportschule Cottbus, wo er zu überzeugen wusste.Wechsel

Für die energischen Lausitzer war er in den folgenden Jahren in B- und A-Jugend erfolgreich und entwickelte sich schnell zum Führungsspieler, wurde Kapitän der B-Jugend in zentraler Mittelfeldposition. Highlight war die Deutsche Vizemeisterschaft 2004, als die Cottbuser nur knapp am VfB Stuttgart scheiterten (damals übrigens mit Tasci, Beck, Khedira und Patrick Mayer im Team). Auch die beiden folgenden Spielzeiten konnte der Havelländer mit der A-Jugend sehr erfolgreich gestalten (4. Platz als Aufsteiger und Vizemeister) und spielte über die gesamte Zeit mit Topstürmer Daniel Frahn zusammen. Dabei kam er in zwei Spielzeiten zu 29 Einsätzen in der Junioren-Bundesliga (1516 Einsatzminuten, 2 Gelbe Karten, eine davon in Leipzig). 2005 bremste ihn eine hartnäckige Verletzung für sechs Monate aus.[3]

Vereine

Hoffmann blieb zunächst in Cottbus und spielte 2006/07 mit der Zweitvertretung in der Oberliga, wo er sofort zum Stammspieler avancierte (nur einmal ausgewechselt, ausgerechnet im Kampfspiel in Leipzig gegen den FCS). Am Ende stand der unerwartete Aufstieg vor der starken Konkurrenz aus Leipzig und Chemnitz. Mit zwei Treffern und nur drei Gelben Karten (quasi ein Markenzeichen) war es eine runde Saison für den Pessiner, der dies 2009 als größten Erfolg seiner Karriere bezeichnete.[4] Zu Beginn der Spielzeit wurde er sogar zu seinem Sichtungslehrgang der U21-Nationalmannschaft eingeladen.[5]

Durch diese starken Leistungen wurde der damalige Zweitligist Jena auf Hoffmann aufmerksam und verpflichtete ihn. Wegen einer Innenbandverletzung verpasste er jedoch die Vorbereitung[6] und nach seiner Genesung war Trainer Neubarth bereits Geschichte. Die folgenden Spielleiter in Jena setzten nicht mehr auf den preußischen Innenverteidiger, Henning Bürger verbannte ihn gar zusammen mit acht anderen aus dem Profikader. Also hieß es für Hoffmann wieder OberligaEinsätze und hier war er ab September Stammspieler (gemeinsam mit Neu-Bayer Nils Petersen). Nur knapp verpasste die Mannschaft den Relegationsplatz zur Regionalliga (ein Aufstieg war jedoch ausgeschlossen). Drei Tore und wiederum nur vier Gelbe Karten rundeten die Saison ab.

Nach dieser trotzdem recht enttäuschenden Spielzeit bemühte sich Hermann Andreev vom Regionalligaaufsteiger VFC Plauen um ihn. Auch im Vogtland wurde er sofort zum Stammspieler, Leistungsträger und Publikumsliebling. 31 Einsätze und ungewöhnliche zehn Gelbe Karten sowie ein Tor zeugen ebenso davon, wie seine Wahl zum "VFC Spieler der Saison 2008/09". Beim Saisonhöhepunkt, dem Sachsenpokalfinale, fehlte er jedoch gelbgesperrt. Zur Abwechslung folgte zur Saison 2009/10 kein Wechsel, Hoffmann blieb in Plauen, wo er weiter reiften konnte. Neben 30 Einsätzen standen für den fairsten Innenverteidiger der Liga nur eine Gelbe und eine Gelb-Rote Karte zu Buche und Plauen beendete die Saison auf einem ausgezeichneten siebenten Rang.

Zur Spielzeit 2010/11 wechselte er zu den Drittligaaufsteigern aus Babelsberg, wo er sich wie üblich sofort ins Team kämpfte und bis zu seiner Trainingsverletzung (Mittelfußbruch) zum unangefochtenen Stamm zählte. Wiederum nur zwei Gelbe belegen seine clevere Zweikampfführung. Laut kicker war er der Notenbeste Babelsberger und viertbester Verteidiger der 3. Liga. Zuletzt bezeichnete ihn Trainer Demuth als "wichtigsten Spieler in meiner Personalplanung".

Karriere bei RB Leipzig

Am 21.06.2011 gab RB Leipzig die Verpflichtung von Hoffmann bekannt. Als Ablöse flossen laut Medieninformationen 150.000 €. Er unterzeichnete einen Dreijahresvertrag, sein neuer Trainer Peter Pacult sagte: „Marcus passt bestens zu uns. Er ist ein junger Spieler, der trotzdem schon über eine gewisse Erfahrung verfügt und in der 4. und 3. Liga überzeugt hat. Er wird unsere Defensive verstärken.“ Nur wenige Tage vor dem ersten Testspiel in Braunsbedra gab der RB Leipzig auf seine Homepage bekannt, dass sich Hoffmann beim ersten Balltraining erneut einen Bruch des linken Mittelfußes zuzog und somit die komplette Sommerpause sowie den Saisonauftakt der Roten Bullen verpassen würde. Hoffmann hatte sich diese Verletzung bereits ein Vierteljahr zuvor, bei seinem damaligen Verein SV Babelsberg zugezogen.[7] Dort wurde die Verletzung aber nur konservativ behandelt und bei einer unglücklichen Bewegung ohne Fremdeinwirkung brach sie schließlich wieder auf. Die anschließende Operation verlief gut, sodass Hoffmann bereits einige Tage später mit der Teilbelastung des linken Beins beginnen konnte und bereits Ende August wieder ein lockeres Einzeltraining absolvieren konnte. [8] Beim Benefizspiel am 27.09.2011 gegen den SV Rot-Weiß Weißenfels stand er nach seiner Verletzung zum ersten Mal für die Roten Bullen auf dem Platz.

Spielweise

Hoffmann spielte während seiner Profikarriere vornehmlich im Abwehrzentrum, durfte jedoch auch als rechter Verteidiger das Feld beackern. In seiner Jugend agierte er im zentralen Mittelfeld. Bei den Cottbuser A-Junioren war er neben dem rechten Mittelfeld in der Abwehr als auch im Sturm (neben Daniel Frahn, seinem späteren Teamkollegen bei RB Leipzig) aktiv.

Vor allem in der Saison 2010/2011 glänzte er als Innenverteidiger und lief, bis zu seinem Mittelfußbruch, in jedem Spiel unter Demuth auf und organisierte die Abwehr des SV Babelsberg als Abwehrchef. Das Fachmagazin "Kicker" bewertete die Leistung Hoffmanns mit "herausragend" und setzte ihn für die 3. Liga an die Spitze der Innenverteidigerliste. [9]

Der Pessiner kassierte in seiner Karriere seit der A-Jugend in 169 Pflichtspielen nur 23 Gelbe Karten und einen Platzverweis (Ampelkarte), was im Saisonschnitt unter fünf Karten sind und für einen Verteidiger eine sehr gute Quote. Nicht ohne Grund galt er als einer der fairsten Innenverteidiger der Regionalliga.[10]

Erfolge

  • Meisterschaft Regionalliga Nordost: 2012/2013 (RB Leipzig)

Statistiken

Saison Wettbewerb Spiele  Tor   Vorlage   Eigentor   Gelbe Karte   Gelb-Rote Karte   Rote Karte   Einwechslungen   Auswechslungen   Minuten   Minuten  pro  Scorerpunkte
2011/2012 RL Nord 11 1 - - 1 - - 7 - 487 487
Landesliga 1 1 - - - - - - - 90 90
Sachsenpokal 2 - - - - - - - - 180 -
2012/2013 RL Nordost
Sachsenpokal 1 90
Landesliga 7 - - - - - - 1 622 -
Gesamt 21 2 - - 1 - - 7 1 1469 734,5
gespielte Positionen
RV.png Rechter Verteidiger
RIV.png Rechter Innenverteidiger
bekannte Verletzungen
09/2005 - 03/2006   unbekannt
07/2007 - 09/2007   Innenbandteilabriss (linkes Knie)
08/2009 - 09/2009   Beckenprellung
03/2011 - 06/2011   Mittelfußbruch
07/2011 - 09/2011   Mittelfußbruch - „Jones-Fraktur"
21.03.2012 - 07.04.2012   angebrochene Rippe
18.05.2012 - 30.06.2012   Leistenprobleme