FC Sachsen Leipzig

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Der Verein
Name FC Sachsen Leipzig 1990 e.V.
Spitzname Chemie
Ort Leipzig
gegründet 1. August 1990
Vereinsfarben grün + weiß
Stadion Alfred-Kunze-Sportpark
Plätze 4.999
Homepage http://www.sachsen-leipzig.de/
Wikipedia FC Sachsen Leipzig,
Alfred-Kunze-Sportpark


Der FC Sachsen Leipzig war ein Verein aus dem Leipziger Stadtteil Leutzsch.

Gegründet wurde der Verein am 1. August 1990 im Zuge einer Fusion von Grün-Weiß Leipzig und Chemie Böhlen. Der Fußballverein steht damit in direkter Nachfolge der legendären BSG Chemie Leipzig, die als „Rest von Leipzig“ in der Saison 1963/64 DDR-Meister wurde. Weitere Erfolge waren die DDR-Meisterschaft 1951 und der FDGB-Pokalsieg 1966. Er ist, neben dem 1. FC Lokomotive Leipzig, einer der beiden großen Traditionsvereine Leipzigs.

Nachdem die Qualifikation zur gesamtdeutschen Bundesliga 1990/91 scheiterte, spielte die Mannschaft mehrere Jahre drittklassig. Zwar schaffte sie sportlich 1992/93 die Meisterschaft, durfte aber auf Grund einer Lizenzverweigerung nicht an den Relegationsspielen zur 2. Bundesliga teilnehmen.
In der Saison 1999/2000 qualifizierte man sich für die neugeschaffene zweigleisige Regionalliga und war damit das erste Mal in der Geschichte „die Nummer 1 in Leipzig“, da der Stadtrivale VfB Leipzig diese nicht schaffte. In der folgenden Saison hielt man sportlich die Klasse, jedoch folgte auf Grund von Finanzproblemen der Zwangsabstieg und der Verein meldete Insolvenz an.
Nach zweijähriger Konsolidierung schaffte man 2003 den ersten direkten Aufstieg, seit 18 Jahren, zurück in die Regionalliga, stieg in der Folgesaison jedoch prompt wieder ab.
In den folgenden drei Jahren versuchte man unter großen finanziellen Anstrengungen den Wiederaufstieg zu schaffen – erfolglos. 2007/08 qualifizierte sich der Verein nach erfolgreicher Relegation für die neugeschaffene viertklassige Regionalliga Nord. Da man in den vergangenen Jahren über seine Verhältnisse gelebt hatte, versuchte Sachsen Leipzig durch Einführung des Halbprofitums eine drohende Insolvenz abzuwenden – es gelang nicht. Der Verein musste das zweite Mal Insolvenz anmelden. Das Insolvenzverfahren lief über zwei Jahre, bevor der Insolvenzverwalter Heiko Kratz am 18.05. offiziell verkündete den Verein zum Saisonende 2010/11 vom Spielbetrieb abzumelden, im Zuge des Verfahrens abzuwickeln und den Namen FC Sachsen Leipzig nach Abschluss des Insolvenzverfahrens aus dem Vereinsregister zu löschen.


Geplanter Einstieg von Red Bull

Bereits in der Winterpause der Saison 2006/07 prüfte Red Bull einen Einstieg in den Leipziger Fußball. Der finanziell angeschlagene und sportlich nicht erfolgreiche Sachsen Leipzig rückte damals in den Fokus des Getränkeherstellers. Nach monatelangen Verhandlungen über eine Übernahme des Clubs und eine Umbenennung des Vereins in "Red Bull Leipzig" scheiterten diese zum Einen an Fanprotesten und an der Tatsache, dass das Statut des DFB Änderungen von Vereinsnamen zugunsten eines Sponsors verbot.

Verkauf des Nachwuchsleistungszentrums

Infolge der 2. Insolvenz des FC Sachsen Leipzig und der Notwendigkeit des Vorhandenseins von Jugendmannschaften beim neugegründeten RB Leipzig, kaufte RB im Sommer 2009 für 100.000 € vier Nachwuchsteams (A-, B-, C- und D-Junioren sowie deren Spielklassen) auf, finanzierte das Überleben des FC Sachsen mit und übernahm einen Großteil des 2004 gegründeten „Nachwuchsleistungszentrums“.
Sachsen Leipzig erhielt für die Spielzeit 2009/10 eine Ausnahmegenehmigung, in der der Verein von der Pflicht entbunden wurde eine A-Jugendmannschaft zu stellen.

Auch in der Folgezeit wechselten immer wieder Spieler aus dem Sachsen-Nachwuchs zu RB Leipzig, weshalb im Frühjahr 2011 eine Nachwuchskooperation mit RB Leipzig vereinbart wurde.