33. Spieltag RBL 2011/2012

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Spieldaten
Zeit: Sa, 12.05.2012, 13:30
Saison: 2011/2012 Rückrunde
Wettbewerb: Regionalliga Nord,
33. Spieltag
Ansetzung: RBL - VfL Wolfsburg II
Schiedsrichter: Daniel Siebert
Spielort: Leipzig,
Red Bull Arena
Zuschauer: 7.149
Tore: 1:0 Frahn (40.) FE
1:1 Schlimpert (74.)
2:1 Hoheneder (87.)
2:2 Polter (90.+1)
Links: Bericht RBL
Hinrundenspiel
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Tabellenplatz des Spieltages
Platz: 3
Tore: 71:30
TD: +41
Punkte: 72

Aufstellung des RB Leipzig:

  • Mannschaft
test Tor: Borel
test Abwehr: Sebastian, Hoheneder Gelbe Karte34., Franke, Wisio Gelbe Karte70.
test Mittelfeld: Kammlott, Ernst Gelbe Karte50., Heidinger (76. Watzka) - Rockenbach (64. Geißler)
test Sturm: Frahn Kapitän der Mannschaft, Wallner (46. Kutschke Gelbe Karte88.)
Trikotfarben
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Aufstellung des VfL Wolfsburg II:

  • Mannschaft
test Tor: Sauss
test Abwehr: Schulze, M., Klamt, Schlimpert Gelbe Karte, Czichos Gelbe Karte41. (61. Schulze, K.
test Mittelfeld: Erkic (46. Scheidhauer), Knoche, Schindzielorz , Fomitschow
test Sturm: Kreuels (86. Kreuels) – Polter
  • Trainer: Lorenz-Günther Köstner
Trikotfarben
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Statistiken

Tordaten
Tor Minute Torschütze Fuß Torart Vorlagengeber Fuß Vorlagenart
1:0 40. Frahn R Elfmeter Kammlott Elfmeter-Foul
2:1 87. Hoheneder R Schuss Kutschke K Kopfball (abgewehrt)
Wettbewerbsstatistik
Toptorjäger Tor 26 Frahn
Topscorer Scorerpunkte 35 Frahn
Topsünder Gelbe Karte 10 Müller
  Gelb-Rote Karte 1 Müller
Rockenbach
  Gelb-Rote Karte 1 Ernst
Kutschke


Presse vor dem Spiel

Frahn: „Unsere Chancen liegen bei 20 Prozent“ – RB-Spieler wollen keine Zwischenstände hören

Daniel Frahn macht sich nichts vor: „Unsere Aufstiegschancen sind minimal, es muss schon ein Wunder passieren“, meinte der Stürmer von RB Leipzig vor dem letzten Saisonheimspiel am Sonnabend gegen Wolfsburg II. Bei 20 Prozent liegt seiner Meinung nach die Wahrscheinlichkeit, dass die Bullen ihre Konkurrenten aus Halle und Kiel auf der Zielgeraden der Regionalliga Nord noch überrennen.

Der Hallesche FC muss am Sonnabend in Meuselwitz antreten. „Die Spieler vom ZFC haben uns gesagt, dass sie uns den Aufstieg wünschen“, versicherte Frahn. Ein entsprechend engagiertes Spiel erwartet er deshalb in der Blue-Chip-Arena. Sollten die Ostthüringer dem Favoriten von der Saale tatsächlich ein Bein stellen, will sich Angreifer Frahn ganz persönlich bedanken. „Dann mähe ich dort den Stadionrasen“, kündigt der 25-Jährige an.

Zuerst müssen die Leipziger aber die eigenen Hausaufgaben machen. „Gegen den VfL wollen wir befreit und selbstbewusst aufspielen“, sagte Stefan Kutschke. Was auf den anderen Plätzen passiert, interessiere ihn während der 90 Minuten auf dem Rasen nicht. „Wir werden im Stadion keine Zwischenstände veröffentlichen“, so RB-Sprecher Sharif Shoukry.

Während die Kieler ebenfalls ihre Daumen für Meuselwitz drücken, liegen die Leipziger Hoffnungen auch auf Germania Halberstadt. Die Vorharzer spielen zeitgleich mit RB an der Förde. Ernsthaft rechnet aber niemand mit einem Punktgewinn der Sachsen-Anhalter.

Kiels Trainer Thorsten Gutzeit kann nahezu seine Bestbesetzung aufbieten. Nur Toptorjäger Fiete Sykora ist angeschlagen, soll bis zum Anpfiff aber wieder fit sein, kündigten die Störche an. Besonders motiviert dürfte Marc Heider sein, der am Donnerstag Vater eines Sohnes wurde. Auf die leichte Schulter nimmt der Kieler Trainer die Germanen nicht. „Halberstadt hat schnelle Außenspieler, eine robuste Abwehr und mit Beck einen überragenden Stürmer“, weiß Gutzeit.

Auch wenn für RB noch theoretische Chancen bestehen, Frahn und Kutschke richten sich bereits auf eine weitere Ehrenrunde in Liga vier ein. „Wichtig ist, das nach der Saison nicht wieder alles über den Haufen geworfen wird“, findet Frahn. Trainer, Spieler und Mitarbeiter der Geschäftsstelle dürften nicht ausgetauscht werden. Babelsberg, Chemnitz und Halle machten es doch vor. Dort wo kontinuierlich gearbeitet werde, stelle sich auch der Erfolg ein.

„Es hätte im nächsten Jahr schon einen Reiz für mich, allen zu zeigen, dass wir es doch können“, meinte Kutschke. Er und Frahn räumten auch deshalb alle Wechsel- und Abwerbegerüchten beiseite. Es gebe keine Anfragen anderer Vereine. Sie blieben eine weitere Spielzeit in Leipzig. Mehr sei zu diesem Thema nicht mehr zu sagen.

© LVZ-Online, Matthias Roth

11.05.2012, 14:27 Uhr
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Spielbericht

Remis beendet endgültig Aufstiegschancen...

Normalerweise beginnt ein Stimmungsbericht immer mit etwas Gutem. Man muss aber an den heutigen Tagen lange überlegen, bis man aus diesem doch so mageren Remis etwas Positives rausfiltern kann. Also das Gute zuerst: Nächste Saison werden wir nicht weit fahren müssen und viele Derbys erleben! Die Regionalliga wird uns im neuen Gewand erhalten bleiben, der lange Weg nach Saarbrücken bleibt uns vorerst erspart. Vierte Liga tut schon weh, sch*** egal, noch einmal!

Die Ausgangsposition, zugegeben, war schon am Anfang dieses Spieltags nicht mehr allzu erfreulich: Mittlerweile brauchte Halle – egal was RB Leipzig oder Kiel in ihren Stadien veranstalten – nur noch einen Sieg für den Aufstieg in die 3. Liga. Somit musste sich RB nicht nur was gegen Wolfsburgs Zweite einfallen lassen, sie mussten auch auf Schützenhilfe aus Meuselwitz und Halberstadt hoffen, um dann eine Woche später noch ein waschechtes Endspiel in Halle erleben zu dürfen.

„Einfallen lassen“ heißt auch, dass man nun zwei Positionen, für die es bisher keine adäquaten Ersatzmänner zu scheinen gab, ersetzen zu müssen: Sowohl Röttger als auch Müller galt es zu ersetzen, die sich beide zu den wichtigsten Spielern des Pacult‘schen System gemausert haben. Im Resultat rutschte Tim Sebastian wieder auf die rechte Außenverteidigerposition, wo er Müller bereits bei seiner ersten Gelbsperre erfolgreich vertrat und Niklas Hoheneder nahm die nun offene Position des Innenverteidigers ein. Im Mittelfeld vertraute Pacult wieder, wie auch im Spiel zuvor gegen Germania Halberstadt auf die offensive Raute mit Rockenbach auf der Zehner-Position, Kammlott auf rechts und Heidinger auf links. Frahn und Wallner bilden den Sturm und komplettierten die sehr offensive Elf.

Das Experiment mit der Raute, was schon im letzten Auswärtsspiel nicht so recht fruchten wollte, schien auch heut nur bedingt für die nötigen offensiven Akzente zu sorgen. Beide Mannschaften taten sich die erste Halbzeit über sehr schwer mit echten Torchancen. Meist fand das Spiel zwischen den 16-Meter-Räumen beider Kontrahenten statt und das schlechte Passspiel auf beiden Seiten ließ das Spiel mehr zum Krampf als zum ausgerufen Kampf werden. Zwar konnten sich die Gastgeber aus Leipzig mehr Ballbesitz erarbeiten, doch reichte es bis zum Pausenpfiff für vereinzelte gute Situationen. So setzte Rockenbach Frahn bereits in der zweiten Minute mit einem guten Steilpass in die Spitze gekonnt in Szene. Der Toptorschütze wurde aber von den beiden Innenverteidiger der Wölfe so gut gedeckt, dass er den Ball nicht mehr genügend kontrollieren konnte und so zu keinem Abschluss vor dem Tor kam. Praktisch in der Konteraktion verschaffte sich ein Wolfsburger auf der rechten Seite viel Platz, passte gefährlich in den Strafraum, wo der herangerauschte Polter den Ball nur noch um Millimeter verfehlte!

Ab dann wurde es, wie bereits gesagt, lange ein sehr zähes Spiel. Erst in der 39. Minute wurde es wieder gefährlich, als der schnelle Carsten Kammlott sich über rechts durchsetzte, in den Strafraum zog und dort von einem Gegenspieler zu Fall gebracht wurde. Schiedsrichter Siebert entschied sofort auf Elfmeter, den Frahn ohne Zögern zum 1:0 verwandelte. Kurz vor der Pause noch einmal eine gute Situation: Abermals setzte sich Carsten Kammlott, der – nimmt man den Elfmeter raus – bisher kaum in Aktion getreten ist, rechts gut gegen seinen Gegenspieler durch und brachte die Flanke in die Mitte. Dort wartete der gut positionierte Wallner, der aber den Ball per Kopf nur noch am langen Pfosten vorbei schob.

Nach der Halbzeit kamen dann die Bullen etwas motivierter aus der Kabine. Vor allem die Formkurve von Ernst, der über die 1. Halbzeit eher blass blieb, schien die ersten Minuten wieder deutlich nach oben zu zeigen und zusammen mit dem eingewechselten Stefan Kutschke konnte hier ordentlich Druck über die Mitte aufgebaut werden. Im Nachhinein muss man sagen, dass es hier leider wohl verpasst wurde das wichtige 2:0 zu erzwingen. Denn gerade als die Partie sich wieder anfing von beiden Seiten aus zu verflachen, tauchte auf der rechten Abwehrseite von RB Sebastian Polter auf, der den Ball flach in den Strafraum passte. In der Mitte wartete dann Schlimpert, der Borel zweimal prüfte und im Nachschuss schließlich das 1:1 erzielte! Keine schöne Szene für unsere Abwehrreihe, die jegliche Zuordnung und wiedermal jeglichen Biss vermissen ließ!

Und damit war das übliche Szenario wiederhergestellt, indem man nun mit aller Macht wieder den Punkten hinterherrennen musste. Der Ausgleich belebte nochmal das Spiel, als plötzlich das ganze Stadion den schon verwalteten 1:0 Sieg davonschwimmen sah und damit auch die letzte Möglichkeit das Endspiel nach Halle zu tragen. Mittlerweile hatte sich nämlich herumgesprochen, dass Kiel zwar wohl gewinnen würde, jedoch Halle zu patzen schien und somit es nun nur noch an RB lag den Sieg hier festzumachen!

Und dann passieren Dinge, die im nunmal im Fußball passieren aber eigentlich so nicht passieren dürfen. Minutenlang rennt RB nun gegen das drohende Remis an und schafft es sogar in der 88. Minute durch einen ähnlichen Angriff, wie ihn zuvor die Wolfsburger zum 1:1 gezeigt hatten, das ersehnte Führungstor zu erringen. Diesmal aber war Hoheneder, der bis dahin nur einen Assist auf seinem rot-weißen Konto hatte, im Nachschuss das Leder hinter Torwart Sauß zu versenken. Natürlich brachen dann auf der Bühne und auf dem Spielfeld alle Dämme und man war sich sicher: Das Ding muss jetzt einfach an die Leipziger gehen, die in der zweite Halbzeit deutlich mehr ins Spiel investiert hatten als die Gäste. Es galt eigentlich nur noch die magere Nachspielzeit zu überstehen. Und plötzlich passiert das, was im Berufsleben als „kollektives Versagen“ zu bezeichnen ist: Erst patzt Frahn bei einem einfachen Klärungsversuch und verliert den Ball auf der Höhe des eigenen Sechzehners. Im Anschluss steht eigentlich kein Abwehrspieler irgendwie gut gegen zwei gegnerische Spieler, die den Ball nochmal auf das Tor bringen können. Borel lässt im Anschluss den Ball wieder nur leicht springen und Sebastian Polter muss nur noch vollkommen unbewacht das Leder zum 2:2 Endstand einschieben. In der Nachspielzeit das Spiel nochmal hergegeben. Das hat gesessen und besiegelt damit - obwohl Halle parallel in Meuselwitz tatsächlich sich eine 0:1 Niederlage gefangen hat - endgültig die Aufstiegschancen von Leipzig.

Eine ganz emotionale Kiste wurde das am Ende, wo selbst gestanden Profis wie Frahn nicht mehr die Fassung wahren konnten. Zu tief saß der Schock über ein Spiel, das nicht mal unverdient Unentschieden ausging. Die Mannschaft hat trotz guter Moral vor allem über die ersten 45 Minuten nicht genug Druck aufgebaut um frühzeitig alles klar zu machen. Wolfsburg hingegen hat clever agiert und mit nötigem Biss viele Torchancen von RB vereitelt und am Ende nochmal den Punkt für sich verbuchen können. Bitter aber wahr: Die Punktverteilung geht so in Ordnung und über die Saison hinaus gesehen muss man sich eingestehen, dass auch der aktuelle Tabellenplatz wieder in Ordnung geht. So hat man nächstes Wochenende nur noch in der Hand passiv am Aufstieg mit zu wirken.

Als RB-Fan bleibt uns nur noch erhobenen Hauptes bei der Mannschaft für eine trotzdem sehr unterhaltsame Saison zu bedanken! Man hat das Ziel zwar verfehlt, doch darf man nie aus den Augen verlieren, dass auch diese Saison wieder in vielen Bereichen ein großer Schritt nach vorne gemacht wurde. Nicht zuletzt die Zuschauerzahlen haben gezeigt, dass die Mannschaft und der Verein in Leipzig angenommen werden. Somit bleibt uns einfach zu hoffen, dass uns in der nächsten Saison mit vielen heißen Derbys und mit der vlt. etwas leichteren Liga ein besserer Erfolg beschieden sein wird! …Sch*** egal, noch einmal!

© rb-fans.de, Thixo

13.05.2012, 21:00 Uhr
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