31. Spieltag RBL 2011/2012

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Spieldaten
Zeit: So, 29.04.2012, 13:30
Saison: 2011/2012 Rückrunde
Wettbewerb: Regionalliga Nord,
31. Spieltag
Ansetzung: RBL - BAK
Schiedsrichter: Karl Valentin
Spielort: Leipzig,
Red Bull Arena
Zuschauer: 3.259
Tore: 1:0 Wallner (44.)
2:0 Kutschke (48.)
2:1 Osadchenko (77.)
Links: Vorbericht RBL #1
Vorbericht RBL #2
Bericht RBL
Hinrundenspiel
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Tabellenplatz des Spieltages
Platz: 3
Tore: 66:26
TD: +40
Punkte: 68

Aufstellung des RB Leipzig:

  • Mannschaft
test Tor: Borel
test Abwehr: Müller, Hoffmann, Franke, Wisio (61. Hoheneder)
test Mittelfeld: Röttger (46. Kutschke), Geißler, Ernst Gelbe Karte61., Rockenbach
test Sturm: Frahn Kapitän der Mannschaft, Wallner (78. Heidinger)
Trikotfarben
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Aufstellung des Berliner AK 07:

  • Mannschaft
test Tor: Haker
test Mannschaft: Osadchenko Gelbe Karte55., Teichmann, Fardjad-Azad (80. Avcioglu), Brandt, Lichte Gelbe Karte41., Wemmer (15. Cakmak), Brunnemann (55. van Humbeeck), Gerlach, Nikol Kapitän der Mannschaft Altiparkmak
  • Trainer: Jens Härtel
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Statistiken

Tordaten
Tor Minute Torschütze Fuß Torart Vorlagengeber Fuß Vorlagenart
1:0 44. Wallner R Schuss Frahn R Pass
2:0 48. Kutschke R Schuss Geißler R Hoher Pass
Wettbewerbsstatistik
Toptorjäger Tor 23 Frahn
Topscorer Scorerpunkte 32 Frahn
Topsünder Gelbe Karte 9 Müller
  Gelb-Rote Karte 1 Müller
Rockenbach
  Gelb-Rote Karte 1 Ernst
Kutschke


Presse vor dem Spiel

RB Leipzig leckt seine Wunden und verspricht Vollgas-Fußball gegen Berliner AK

Die Rasenballsportler vom Cottaweg treten am kommenden Sonntag zum vorletzten Heimspiel der Saison an. Gegner ab 13.30 Uhr im Sportforum an der Jahnallee ist der Berliner Athletik-Klub, derzeit Tabellen-Sechster der Fußball-Regionalliga. Nicht nur ob der traditionellen preußisch-sächsischen (Fußball-)Rivalität dürfte das Spiel kein leichtes für die angeschlagene Pacult-Elf werden. Der Gegner aus der Hauptstadt stürmt auf fremdem Platz mit Vorliebe unerschrocken nach vorn und konnte so in dieser Saison immerhin schon 22 Auswärtspunkte ergattern.

Diesem athletischen Strum-und-Drang wollen die roten Bullen am Samstag laut Vereinsmitteilung mit „Vollgas-Fußball“ begegnen. „An unseren Spielern nagt es gewaltig, dass es im eigenen Stadion zuletzt etwas hakte. Trotzdem standen die rot-weißen Anhänger in der Red Bull Arena und natürlich vor allem auch auswärts wie eine Wand hinter den Roten Bullen. Das wollen unsere Jungs am Sonntag mit einer guten Leistung, vollem Einsatz und drei Punkten zurückzahlen“, heißt es auf der Homepage der Rasenballsportler.

Woher die zusätzliche Kraft im RB-Tank gegenüber den eher mauen Kutschfahrten gegen Kiel und Meuselwitz in den letzten Wochen allerdings rühren wird, wollte Chefcoach Peter Pacult am Freitag nicht erklären. Ohnehin wurden nur wenige Worte zum anstehenden viertletzten Saisonspiel verloren. Kein Wunder: Der Schmerz aufgrund der kaum noch abwendbaren, weiteren Leipziger Runde in der Viertliga-Tristesse sitzt tief. Sehr tief. Nicht nur bei RB-Verantwortlichen und Fans, sondern auch bei manch fragendem Medienvertreter.

„Was nun, Herr Pacult“, hieß es am Freitag sinngemäß und vielseitig aus dem Fond der professionell Wissbegierigen. Der Österreicher antwortete wortkarg und standardisiert, so wie schon in den vergangen Wochen: „Wir haben diese Woche ganz normal trainiert und gehen nun genauso in die kommenden Spiele hinein, wie bisher – mit dem klaren Ziel, die Begegnung zu gewinnen. Alles andere können wir ohnehin nicht beeinflussen.“ Gemeint sind Hallenser Gegentore, bestenfalls zahlreich und spielentscheidend. Auf dass der HFC beim Zieleinlauf noch stolpere.

Am Freitagabend ruhen die Leipziger Hoffnungen auf der U23 von Energie Cottbus. In den Wochen danach dürfen noch die Reserve des FC St. Pauli und die Zipsendorfer aus Meuselwitz ihr Glück vorm HFC-Tor versuchen. Sollte zwei der drei Teams wider Erwarten eine Überraschung gelingen und Pacults Elf währenddessen immer triumphieren, erblüht sie noch einmal, die Leipziger Aufstiegshoffnung. Im Fußball ist bekanntlich alles möglich – beispielsweise auch, dass Lionel Messi mal nur das Lattenkreuz trifft oder der Rest aus Leipzig-Leutzsch DDR-Meister wird.

Am Freitag war von Überraschungen dieser Art aber nichts zu spüren, die drohende nächste Ehrenrunde in der Regionalliga Nord dafür allgegenwärtig. Von einem Rückschlag in den Ambitionen seines Arbeitgebers wollte RB-Coach Pacult trotzdem nichts wissen: „Wir sind hier, um etwas weiterzuentwickeln und jede Mannschaft braucht dafür Zeit. Sven Köhler ist auch nicht im ersten Jahr aufgestiegen, aber wir sollen gleich einen Baum ausreißen“, beschwerte sich der 52-Jährige. In der Red-Bull-Zentrale in Fuschl am See will man ihm offenbar noch eine weitere Saison für die angesprochene Abforstung Zeit geben und hofft dabei auf mehr Beständigkeit. Oder wie Pacult es mit Blick auf seinen Job nannte: „Das Wort Kontinuität gefällt mir ganz gut.“

© LVZ-Online, Matthias Puppe

27.04.2012, 16:57 Uhr
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Spielbericht

RB Leipzig gewinnt trotz schwacher erster Halbzeit verdient

Leipzig beginnt schwach...
[...] Die Kulisse war ja, fast wie zu erwarten, trotz Fußballwetter eher mau. (Wenn man die sonstigen Spieltage so betrachtet) Zwar zieht der Berliner AK sicherlich keine Massen aber zum Ende hin, wo man eventuell doch noch mal ein Endspiel in Halle vermuten könnte (15% Chance), erwarte ich eigentlich doch nochmal gut tausend Fans mehr. Trotzdem schön, dass der Fanblock sich ins Zeug gelegt hat und trotz unschönen Fußballs gut supportet hat.

Apropos Fußball: Die erste Halbzeit war kein Augenschmaus. Wäre Oliver Kahn anwesend gewesen, er hät' den Verlust jeglicher Cojones attestiert. Sprich: Ohne breites Kreuz lies man sich teilweise vom Gegner zu unnötigen Fehlpässen provozieren. Praktisch 45 Minuten lang fand' das Spiel nur zwischen den 16-Meter-Räumen statt. Trotz Ballbesitz von ca 60% konnte RB Leipzig dem Gegner nicht sein Spiel aufzwingen und verpasste die Chance im Mittelfeld die nötigen Akzente zu setzen. Totalausfall: Henne Ernst und Wallner (bis auf sein Tor). Letzterer versuchte sich als hängende Spitze immer mal wieder mit ins Mittelfeld einzuschalten, hatte aber am Ende der 1. HZ gefühlt die wenigstens Ballbesitze. Das Tor am Ende musste er, wenn er schon so allein gelassen wird, dann machen. Glück, dass der Torwart da (wie auch beim 2. Tor) eher unglücklich aussah. Ein Torwart mit schnelleren Reflexen kann den parrieren.

Pascal Borel hat sich den allgemeinen Trend angepasst und in der ersten Halbzeit eine Nervosität an den Tag gesetzt, als ginge es um den Klassenerhalt und nicht etwa um die goldene Ananas (Best of the Rest hinter Halle). Die umschrieben "Leichtigkeit", die man nun, wo Halle 3 Tage vor dem Ende 4 Punkte Vorsprung hat, war überhaupt nicht zu erkennen.

Lichtblick: Die erste richtig gute Aktion endet im Tor. Franke erahnt den Pass des Gegenspielers, stört früh und sauber. Der anschließende saubere Doppelpass über Röttger an Wallner (der gut stand), wird sofort belohnt. Kritik: Frahn und Rocke reagieren etwas spät und bieten sich nicht für den Querpass an, sodass Wallner gezwungen ist den selbst zu machen.


Die zweiten 45 Minuten
Die zweite Halbzeit glich dann eher dem, was man so gewöhnt ist. RB mit guten Ansätzen, kommt sichtlich besser aus der Kabine und kombiniert vor allem über rechts mit Wallner, Kutschke und Frahn recht ahnsehnlich.

Der eingewechselte Kutschke beweist wiedermal seine Jokerqualitäten und verwandelt, nach gutem Zuspiel Geißlers per Volleyschuss ins lange Eck. Auch hier möchte ich behaupten: Andere Torwärter hätten diesen noch haben können.

[...] Aber sobald RB in sein gewohntes Spiel findet, fängt auch die Abwehr wieder bedenklich an zu wackeln. Der Gegner kommt zweimal gefährlich vor das Tor [...] und versenkt einen davon sehr glücklich und hät' fast sogar den Ausgleich geschafft. Lediglich Borel macht seine schlechte Leistung der 1. HZ wieder wett und pariert auch schlechtem Winkel. [...]

Lichtblick: Heidinger, der sofort auf der rechten Seite gefightet hat und mit viel Biss in die Zweikämpfe gegangen ist. Er ist in der konfortablen Lage nur eine gelbe Karte auf dem Konto zu haben (glaubt man manchmal gar nicht bei dem Temperament, welches er an den Tag legt) und somit 3 Spieltage vor Ende der Saison rel. unbeschwert in die Zweikämpfe gehen kann und sich vor Ende der Saison nochmal die Chance auf einen Startplatz zu erkämpfen. Mit Röttger hat man aktuell jmd. auf Rechts, der noch nicht über 90 Minuten gehen kann/darf (Pacult schont ihn eventuell) und auf links mit Rocke jmd., dessen Formkurve dem griechischen Aktenindex gleicht. Hät' mich für ihn gefreut, wenn er ähnlich wie im Heimspiel gg. Havelse ein Jokertor erzielen kann.

Schatten: Linke Seite. Wiedermal. Rocke und Wisio waren die ersten 10 Minuten zwar ganz gut dabei, haben aber dann so merklich abgebaut, dass die Einwechslung von letzteren ein nötiger Zug von Pacult war. Franke dagegen hat sich ganz gut auf links geschlagen und kann eventuell eine Option für die kommende Saison sein, wenn man vlt. mit Hoffmann, Sebastian + X eine andere stabile IV gefunden hat. Bin gespannt, ob Pacult dahingehend im Sommer testen lässt.

Apropos PP: Wer heut nicht auf der Pressekonferenz gewesen war, hat nichts verpasst. Wenn man ihm Einsilbigkeit attestiert, dann übertreibt man schon. Wären nicht die Pressemitteilungen der jüngeren Vergangenheit gewesen (auch wenn man da Zweifeln kann), so würd' ich fast meinen, dass der Druck auf ihn intern gestiegen ist. Er wirkte gar nicht zufrieden und war eindeutig froh', von den Journalisten nach zwei Fragen nicht weiter behelligt zu werden.

© rb-fans.de, Thixo

29.04.2012
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